Bitcoin & Co: Brutaler Crash

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von Nikolas Kessler, Euro am Sonntag

Die Korrektur am Kryptowährungsmarkt hat sich in den letzten Tagen rasant beschleunigt. Die zunächst positive Reaktion auf die Ergebnisse der jüngsten Fed-Sitzung hat sich schnell ins Gegenteil gewandelt. Seitdem ist Bitcoin deutlich unter die technisch und psychologisch wichtige Marke von 30.000 $ gefallen. Zwar nutzten die Bullen die ersten beiden Kursrückgänge für Zukäufe und hielten den Kurs daher aus, dieser hat sie aber seit Mittwochabend nicht aufgehalten.

Die Rutsche hat sich zu einem regelrechten Einbruch ausgeweitet und den Kurs mit 26.782 US-Dollar auf den niedrigsten Stand seit Ende 2020 gebracht. Auf diesem Niveau handelt Bitcoin mehr als 60 Prozent unter seinem Allzeithoch von etwa 69.000 US-Dollar Anfang November 2021.

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Viele alternative Währungen sind von den aktuellen Marktturbulenzen am stärksten betroffen. Neben Makrofaktoren wie Inflations- und Zinsängsten, die auch durch die neusten US-Konjunkturdaten nicht gemildert wurden und sich seit Monaten negativ auf das Preisgeschehen auswirken, sorgte das Scheitern des Terra-Kryptographie-Projekts für zusätzliche Verwerfungen im Gesamten. Markt.

Die gleichnamige Währung, die im April mit einem Höchststand von 119 US-Dollar gehandelt wurde und zeitweise zu den zehn größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung gehörte, fiel innerhalb weniger Tage auf ein Tief von 0,28 US-Dollar. Vielen Anlegern, die in den vergangenen Monaten mit Terra sensationelle Buchgewinne verbuchen konnten, droht nun ein Totalverlust. Ein Beispiel für eine Warnung, dass Investitionen in Kryptowährungen hochspekulativ und nichts für schwache Nerven sind.

INVESTOREN-INFO

Die starke Korrektur am Kryptomarkt setzt in diesen Tagen auch die Aktien von Bitcoin- und Co-nahen Unternehmen stark unter Druck. Dem kann sich auch der US-Fintech-Blog (ehemals Square) nicht entziehen, schließlich hat das Unternehmen selbst rund 8.000 Bitcoins als langfristige Geldanlage in der Bilanz und ermöglicht Nutzern seiner App „Cash“ den Handel mit Kryptowährungen. Der Rest seiner Aktivitäten ist jedoch weitgehend unabhängig vom Kryptomarkt, was Block zu einem spannenden Akteur an der Schnittstelle zwischen Kryptographie und dem traditionellen Markt macht. Wer Risiken eingeht, wagt eine Comeback-Wette.

Obwohl Bitcoin derzeit auf dem niedrigsten Stand seit über einem Jahr gehandelt wird, bleiben viele Anleger ihm treu, egal was passiert. Denn wer lange genug dabei ist, weiß, dass es immer wieder Rückschläge von 60, 70 oder gar 80 Prozent gab und sich der Kurs bisher immer wieder erholt hat. Früher oder später wird er neue Höchststände erreichen, da sind sich viele Bitcoin-Fans sicher. Sie sehen Rückschläge wie den aktuellen als Kaufgelegenheiten. Wer diesen Optimismus teilt und genug Geduld mitbringt, kann beispielsweise mit VanEcks Bitcoin ETN als Alternative zum Direktkauf einen Fuß in die Tür setzen.

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Der Hebel sollte zwischen 2 und 20 liegen

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Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com, Chinnapong / Shutterstock.com, Finanzen Verlag

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