Die Vienna Vikings haben das erste Spiel der European Football League (ELF) mit österreichischer Beteiligung gewonnen. Einen echten Marathon gewannen die Wiener am Sonntag mit zwei Unwetterunterbrechungen 29:23 (13:7) bei den Tyrolean Raiders. Fast alle fünf Minuten wechselte die Dynamik beim „Battle of Austria“ in Innsbruck hin und her.
Die geschwächten Wikinger führten die meiste Zeit in einem spannenden Match, das fast alle Zutaten hatte, die Fußball ausmachen. Nur Newcomer und Receiver Florian Bierbaumer war am Ende drei Touchdown-Pässe von Quarterback Jackson Erdmann. Mit einem Vorsprung von 29:16 gingen die Gäste in die Schlussphase.
Flashs unterbrach das Spiel zweimal vor dem Ende
Dank Fabian Abfalter, der einen Pass von Sean Shelton in der Abwehrzone abfing, verkürzten die Raiders schnell auf 29:23 plus Extrapunkt und machten ordentlich Druck. Aufgrund eines grob falsch getimten Zweikampfes signalisierte der Schiedsrichter einen Nordkettenwechsel. Der starke Wind hatte sich bereits im dritten Quartal eingestellt und die Fernsehübertragung beeinträchtigt.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff lenkte Erdmann den Ball ab, die Wikinger konnten sich nur mit einem Punkt aus der eigenen Endzone befreien. Es folgte die nächste Sturmunterbrechung, danach näherten sich die Tiroler mit Laufbewegungen und kurzen Pässen erfolgreich der Schlusszone von Wien. Am Ende blieben aber nur noch 13 Sekunden im vierten Versuch, um einen Touchdown aus kurzer Distanz zu erzielen. Das hat nicht funktioniert, Sheltons Pass war unvollständig.
Die Wikinger treffen in Wien auf die Frankfurter Galaxie
Am kommenden Samstag treffen die Raiders auswärts auf die Kölner Centurions. Am nächsten Tag spielen die Vikings in der Generali Arena in Wien als Favorit gegen den Mittelliga-Konkurrenten Frankfurt Galaxy. Nur der Divisionssieger erreicht das Playoff-Halbfinale. Das Finale der ELF findet am 25. September im Wörtherseestadion in Klagenfurt statt.