Blutspende als Akt der Solidarität

Weltblutspendetag

Dienstag ist Weltblutspendetag. Das Rote Kreuz nimmt diesen Tag zum Anlass, die enorme Bedeutung der Blutspende nochmals zu betonen. Blut kann noch nicht künstlich hergestellt werden. Laut Rotem Kreuz ist die Lage in Vorarlberg mit rund 300 neuen Blutspenden pro Woche gut.

14.06.2022 14.06.2022

Ab heute, 6.14 Uhr online

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Blutspenden: Die Vorräte in Vorarlberg wurden wieder aufgefüllt

In Vorarlberg können wöchentlich bis zu 300 neue Blutkonserven abgerufen werden. Damit sei das Land gut auf Notfälle vorbereitet, sagt Michael Hamel, Organisationsleiter der Rotkreuz-Blutbank am Landeskrankenhaus Feldkirch. Durch die große Zahl vorarlbergtreuer Blutspender ist der Tank immer gut gefüllt und es gibt hier keine Engpässe wie in anderen Bundesländern.

Gespendet werden kann bis zu vier Mal im Jahr

Grundsätzlich können alle gesunden Menschen zwischen 18 und 70 Jahren Blut spenden. 460 Milliliter werden entnommen, die dann zentrifugiert und das Plasma abgehoben wird. Eine kleine Probe geht ins Labor. Die Untersuchung dieser Probe ergibt 20 Marker.Sind alle Tests negativ, wird der entsprechende Blutbeutel im Kühlschrank gelagert, erklärt Hamel: „Ein Blutbeutel ist 42 Tage haltbar.“ Spenden können bis zu vier Mal im Jahr im Abstand von mindestens acht Wochen erfolgen.

ORF Blutprodukte werden nach der Untersuchung im Labor kühl gelagert. Sie haben eine Haltbarkeit von 42 Tagen.

Sehr oft benötigen Menschen mit schweren Erkrankungen oder Verletzte, die Blut verloren haben, Blutspenden. Die seltensten Blutgruppen sind „B und AB negativ“ und „0 negativ“. Diese Blutgruppe ist auch die begehrteste, weil sie an jeden transfundiert werden kann, sagt Hamel.

Blutspendetag zu Ehren des Entdeckers der Blutgruppen

Der Weltblutspendetag wird jährlich am Geburtstag des Entdeckers der Blutgruppen, Karl Landsteiner, begangen. Seine Entdeckung um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert galt auch als Meilenstein der modernen Medizin, denn laut Rotem Kreuz waren Bluttransfusionen um 1900 nicht mehr lebensgefährdend, sondern lebensnotwendig. Fortan konnten Blutgruppen im Voraus bestimmt und so die richtige Blutspende transfundiert werden.

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