Die Gesundheit
In Österreich ist alle 90 Sekunden eine Blutspende erforderlich, beispielsweise nach einem Unfall oder bei einer schweren Erkrankung. Allerdings reichen die Lager nicht aus. Deshalb wurden jetzt Maßnahmen ergriffen, um mehr Blutspenden zu erhalten.
14.06.2022 34.06.2022
Ab heute, 6.34 Uhr online
Am 14. Juni ist Weltblutspendetag. Denn am 14. Juni 1868 wurde der Entdecker der Blutgruppen Karl Landsteiner, ein Niederösterreicher, geboren. Ziel dieses Tages ist es, auf die Bedeutung des Blutspendens aufmerksam zu machen. Welche Bedeutung sie nach einem Mopedunfall haben können, erlebte vor einigen Jahren Philipp Aschauer aus Langenlois (Kreis Krems). „Ich habe mir das linke Bein gebrochen und wurde ins Krankenhaus Krems gebracht. Dort wurde ich dringend operiert und mir wurde Blut abgenommen“, sagt Aschauer.
Informationen zur Blutspende:
Weitere Details und anstehende Blutspendetermine finden Sie auf der Website der Niederösterreichischen Blutbank.
Blutspenden ist nicht nur in akuten Fällen notwendig, sondern auch in Krankheitsfällen. „Dazu gehören zum Beispiel Krebspatienten, und es werden immer mehr. Diese Menschen brauchen immer Blutkonserven. Gleiches gilt für die Geburtskomplikationen“, sagt Markus Klamminger, Leiter Medizin und Pflege beim Landesgesundheitsamt.
“Im vergangenen Jahr waren es 32.520 Bluteinheiten. Seit Anfang Mai werden die planbaren Operationen wieder zu 100 Prozent durchgeführt und deshalb brauchen wir die lebenswichtigen Blutkonserven”, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).
Nur drei Prozent spenden Blut
Trotz des wachsenden Bedarfs spendet nur eine Minderheit Blut. „Fakt ist, dass nur drei Prozent der Bevölkerung Blut spenden und ich würde mich sehr freuen, wenn wir diesen Prozentsatz in diesem Jahr steigern könnten“, sagte Josef Schmoll, Präsident des Roten Kreuzes Niederösterreich. Das soll mit der Sommeraktion und 260 Blutspendemöglichkeiten gelingen. Im Rahmen der Aktion werden auch Preise verlost, um die Kolonien nach der Pandemie wieder aufzufüllen.
Fleißiger wird übrigens im Waldviertel gespendet, vor allem in Bad Traunstein (Kreis Zwettl), wo fast 18 Prozent der spendenfähigen Bevölkerung Blut spenden, gefolgt von Waldenstein (Kreis Gmünd) mit mehr als 17 Prozent und Pernegg (Horn ). Bezirk) mit 16 Prozent.