Bombenberg auf dem Gelände des Flughafens Tegel

Die jetzt geborgenen Bomben stammen aus der Kaiserzeit. Sie wiegen zusammen mehr als sechs Tonnen Foto: Tegel Projekt GmbH

Von der BZ-Redaktion

Nichts für schwache Nerven! Experten eines Artilleriebeseitigungsdienstes haben in den vergangenen Tagen 61 Artilleriegeschosse auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel geborgen.

Munition stammt von 1875 bis 1905. Gesamtgewicht: 6,3 Tonnen!

Dieser gigantische Fund ist selbst für alte Geschäftsleute etwas Einzigartiges. „Granaten sind aller Voraussicht nach keine Kriegsmunition“, sagt Böller und Bauleiter Alexander Döring. “Vielmehr wurden sie von der preußischen Armee zu Versuchszwecken eingesetzt.”

Sprengstoffexperten durchsuchen mit speziellen Sensoren das ehemalige Flughafengelände, bisher 200.000 Quadratmeter. Foto: Tegel Projekt GmbH

Der genaue Inhalt aller einzelnen Stücke ist unbekannt. Das Team fand die Munition zwei Meter tief. Die Polizei brachte die Geschosse zum Sprengplatz Grunewald, um sie zu entschärfen.

Das Gebiet wird seit Mai 2021 auf Sprengstoff untersucht. Bis heute wurden bei der Sprengartillerie-Räumung 5.650 abzugebende Munitionsstücke (Granaten, Brandbomben, Nahkampfwaffen) mit einem Gewicht von 10,4 Tonnen gefunden. Dazu etwa 65 Tonnen Munitionsschrott.

Im Schumacherviertel sollen bis zu 5.000 Wohnungen entstehen Foto: Tegel Projekt GmbH

Dort entsteht in den kommenden Jahren das Schumacher-Viertel mit bis zu 5.000 Wohnungen. In wenigen Wochen beginnen die ersten Verfahren zur Vergabe der Grundstücke.

Themen: Flughafen Tegel Kaiser Wilhelm Bombe

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