Die Chemietochter OMV Borealis hat ein verbindliches Angebot für ihr Stickstoffgeschäft erhalten. Das Angebot von Agrofert bewertet das Geschäft auf Basis des Unternehmens mit 810 Millionen Euro. „Die Fertigstellung wird für die zweite Jahreshälfte 2022 erwartet“, sagten OMV und Borealis am Donnerstagabend mit Blick auf die noch benötigten Genehmigungen.
Agrofert ist somit eine tschechische Gruppe, die in verschiedenen Sektoren in mitteleuropäischen Ländern tätig ist, wie z. B. Chemie, Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Gründer von Agrofert ist der ehemalige tschechische Ministerpräsident Andrej Babis. Mit einem konsolidierten Umsatz von 7,5 Milliarden im Jahr 2021 besteht die Gruppe aus mehr als 200 Unternehmen und beschäftigt rund 31.000 Mitarbeiter. Agrofert ist zudem einer der führenden europäischen Hersteller von Pflanzennährstoffen mit Produktionsstätten in Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Geeignet, weil Borealis in seinem Stickstoffgeschäft Pflanzennährstoffe, Melamin und technische Stickstoffprodukte anbietet.
“Borealis wird in Kürze obligatorische Informations- und Anhörungsverfahren mit Arbeitnehmervertretern einleiten”, sagte Borealis in einer Erklärung. Der Betrieb unterliegt auch bestimmten Schließungsbedingungen und behördlichen Genehmigungen.
Borealis wird sich weiterhin auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Das sind Lösungen in den Bereichen Polyolefine und Basischemikalien sowie Wege in die Kreislaufwirtschaft. (Wasser)