Die Bosse von Borussia Dortmund haben die letzte große Personalfrage in diesem Sommer intern beantwortet: Auf Erling Haaland (21/ManCity) folgt Sébastien Haller (28) von Ajax Amsterdam. Für den BVB ist Haller die Königslösung mitten im Sturm, der Ivorer selbst will unbedingt nach Dortmund. Auf die Ablöse kommt es an: Ajax fordert 38 Millionen Boni mehr, Sportdirektor Sebastian Kehl (42) will maximal 33 Millionen Boni mehr zahlen. Poker ist im Gange. wahrscheinliche Vereinbarung.
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Für Haller bricht Dortmund mit der eigenen Transfertaktik. In den letzten zwanzig Jahren mit Ex-Trainer Michael Zorc (59) bekam der Klub nur Klassiker-Kids, die zum Zeitpunkt des Kaufs entweder unter 25 waren oder weniger als 21 Millionen Euro kosteten. Vor Haaland (19 Jahre Wechsel/20 Mio. Ablöse) standen Pierre-Emerick Aubameyang (24/13 Mio.) und Robert Lewandowski (21/4,75 Mio.). Haller hingegen ist kein Kandidat für einen späteren gewinnbringenden Weiterverkauf.
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WM-Held kehrt in die Bundesliga zurück Hier unterschreibt Götze bei der Eintracht
Quelle: BILD/Sportdigital
Grund zum Umdenken: Nach 47 Pflichtspieltoren für Ajax in anderthalb Jahren und 33 Toren in seiner ersten Bundesligazeit bei Eintracht Frankfurt (2017-2019) ist Haller zuversichtlich, sofort durchstarten zu können. Eine stabile Achse ist Kehl und dem neuen Trainer Edin Terzic (39) wichtig. Mit Karim Adeyemi (20/9 aus Salzburg) oder vielen jungen Spielern wie Jamie Bynoe-Gittens (17) braucht es mehr Stabilität im Team.
Auch die besten Talente sind kaum günstiger zu finden. Für Reims-Juwel Hugo Ekitike (20) müsste Newcastle United 36 Millionen plus zehn weitere als Bonus zahlen. Andere Kandidaten wie der als zu verletzungsanfällig geltende Stuttgarter Sasa Kalajdzic (24) konnten am Ende nicht überzeugen. Auch Haller hat Deutschkenntnisse, hatte Deutsch in der Schule und häufte sich auch bei der Eintracht an.
Mit Haller wäre Dortmunds Offensivteam für die Meisterschaft vorerst komplett. Es wäre seine siebte Verpflichtung in diesem Sommer und hätte wie Niklas Süle (26), Nico Schlotterbeck (22), Karim Adeyemi (20) und Salih Özcan (24) die Top-Elf-Startchancen!
Der Überblick
► Tor: Gregor Kobel (24), der vor einem Jahr aus Stuttgart kam, trifft.
► Abwehr: Süle und Schlotterbeck sollen die „Blitzabwehr“ der Vorsaison (71 Gegentore) stabilisieren. Mats Hummels (33) muss zunächst um seinen Stammplatz kämpfen, Manuel Akanji (26) muss schnellstmöglich verkauft werden. Terzic sollte die nächsten vier konstant halten. Der BVB würde nur auf die Linksaußenposition aufsteigen, wenn Raphaël Guerreiro (28) ihm eine Million bietet. Herausforderer ist Talent Tom Rothe (17). Thomas Meunier (30) bleibt rechts.
► Mittelfeld: Jude Bellingham (18) ist das Herz der Mannschaft. Mo Dahoud (26) blühte in Terzics erster Amtszeit richtig auf. Mit Özcan bekommt er eine neue Konkurrenz: Der Ex-Kölner weiß, dass er sich erst beweisen muss und sich nicht allen Matches stellen wird.
Terzic wird während eines Spiels weiterhin das System wechseln. Adeyemi wurde zunächst als begehrte Tempowaffe gesetzt, ebenso wie Kapitän Marco Reus (33), der in der vergangenen Saison wettbewerbsübergreifend 29 Tore erzielte. Auch Giovanni Reyna (19) ist in guter Verfassung. Julian Brandt (26) muss auf Zeit kämpfen. Alle glauben, dass Bynoe-Gittens sofort der Durchbruch gelingt: ein erster XI-Kandidat!
► Sturm: Haller wäre bereit, Donyell Malen (23) muss sich nach einer ordentlichen Saison verbessern. Youssoufa Moukoko (17) kann mit Terzic wieder bessere Chancen erwarten. Er will nach der Vorbereitung nur seine Zukunft klären.
Ist das Dortmunds nächstes Meisterteam? Chef Watzke kündigte kürzlich das Ende der Bayern-Dominanz nach zehn Titeln in Folge an: „Irgendwann bricht sie zusammen, irgendwann in den nächsten Jahren bricht sie zusammen!“
Wenn diese Mannschaft eine konstante Leistung zeigt, werden sich beim BVB alle auf den Titelgewinn verlassen; jetzt müssen sie es nur noch tun. Genau das ist nach der Transferzeit die wichtigste Aufgabe für den BVB!