Aufgrund andauernder Explosionen am Ort der Explosion konnte die Feuerwehr noch nicht mit dem Löschen des Feuers beginnen. Das Feuer breitet sich unkontrolliert weiter aus. „Wir machen uns Sorgen“, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Noch gibt es keine verlässlichen Informationen darüber, wie es am Ort der Explosion im Wald aussieht. Am Morgen war eine Fläche von anderthalb Hektar betroffen, was ungefähr der Größe von zwei Fußballfeldern entspricht. Es besteht die Gefahr weiterer Explosionen und herumfliegender Trümmer.
Artefakte und Feuerwerkskörper wurden am Ort der Polizeidetonation gelagert, sagte der Sprecher. Er forderte die Bevölkerung auf, das Gebiet so weit wie möglich zu meiden. 120 Feuerwehrleute arbeiten dort. Zur Lagebeurteilung werde ein Polizeihubschrauber eingesetzt, sagte der Sprecher. Ein Löschhubschrauber der Bundeswehr steht wegen des Waldbrandes im Bundesland Sachsen derzeit nicht zur Verfügung.
Reuters/Annegret Hilse Nach Angaben der Feuerwehr ist die Lage am Unfallort unklar
Feuer muss aus der Ferne bekämpft werden
Ziel ist es, den Brand in einer Entfernung von 1.000 Metern vom Ort der Explosion zu bekämpfen, so die Feuerwehr. Feuerwehrleute können nicht näher heran, um weitere Explosionen zu vermeiden.
Das Feuer dürfte die Feuerwehr den ganzen Tag beschäftigen. Für Einsatzkräfte bestehe nach wie vor eine „enorme Gefahr“ durch Explosionen und umherfliegende Trümmer, sagte ein Feuerwehrsprecher gegenüber NTV.
Straßen- und Schienenverkehr betroffen
Aufgrund des Brandes war der Regionalbahn- und S-Bahn-Verkehr nahe dem Einsatzgebiet unterbrochen, wie die Bahn mitteilte. Auch die nahe gelegene Autobahn und die umliegenden Straßen wurden gesperrt.
Reuters Die Rauchwolke war meilenweit zu sehen
Behörden warnten die Öffentlichkeit vor dem Brand von Warn-Apps. Anwohner müssen Fenster und Türen geschlossen halten. Lüftung und Klimaanlage müssen abgeschaltet werden.
“Der Wald ist trocken”
Laut einem Polizeisprecher ist noch nicht ganz klar, wie es zu der Explosion kommen konnte. Die gefundene Munition wird auf dem Platz gelagert und vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Berliner Polizei kontrolliert entschärft.
„Der Wald ist trocken“, sagte Jan Thomsen, Sprecher der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher und Klimaschutz, am Donnerstag. Die Wälder hätten sich von den letzten Dürreperioden nicht erholen können. Auf die Frage, wie sinnvoll eine Sprengstelle im Wald sei, sagte er: „Wir werden uns um die Sicherheitsfragen kümmern, sobald die Brandursache klar ist.“