Brunner will einen Sozialabschluss, um die Stromrechnung zu decken

Aus . – 30.07.2022 12:49 (30.07.2022 13:41)

Stromrechnung decken: Brunner will sozialen Abschluss. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild)

Magnus Brunner (ÖVP) ist ein Befürworter einer sozialen Abstufung bei der zu erwartenden Strompreisbremse, und zwar dann, “wenn sie verwaltet werden kann”. So könne beispielsweise festgelegt werden, dass sozial Benachteiligte zusätzliche Energiemengen günstiger erhalten, so der Finanzminister im „profil“-Interview.

Am Montag informiert das „Krisenkabinett“ der Bundesregierung Vertreter von Opposition, Ländern, Sozialpartnern und Energieversorgern über die neuesten Entwicklungen in der Energie- und Inflationskrise.

„Krisenkabinett“ informiert über Energiekrise und Inflation

Das wöchentliche Krisenkabinett mit Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Finanzminister Brunner, Energieministerin Leonore Gewessler (Grüne) und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP) findet am kommenden Montagnachmittag in erweiterter Runde statt. . Ziel sei es, Opposition, Länder, Sozialpartner und Energieversorger über die aktuelle Lage, etwa bei der Gasversorgung, zu informieren, so das APA-Kanzleramt.

Wiens Bürgermeister Ludwig: Die Forderung nach „Preisgipfel“ wurde realisiert.

Der derzeitige Vorsitzende der Landeshauptleute, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ), sah seine Forderung nach einem „Preisgipfel“ erfüllt: Ludwig feiere, „dass der von ihm vorgeschlagene „Preisgipfel“ tatsächlich stattfindet“, sagte er in eine Übertragung. . „Ziel des Preisgipfels ist die Kostenbegrenzung im Bereich der Energieversorgung, vor allem durch eine Begrenzung der Stromrechnung, aber auch eine Senkung/Begrenzung der Preise für Grundnahrungsmittel. Wichtig ist, dass die getroffenen Maßnahmen auch greifen.“ einheitlich im ganzen Land”, twitterte der Bürgermeister. Die Einladung in das „Krisenkabinett Energie“ der Bundesregierung sei daher ein wichtiger erster Schritt, um gemeinsam an Lösungen zu arbeiten, wie der Stadtrat mitteilte. Das Kanzleramt hatte der APA zuvor mitgeteilt, dass es am Montag keine Beschlüsse oder Ankündigung neuer Maßnahmen geben werde.

Basteln an der „Strompreisbremse“ – Brunner: „Das wird Rechnungsdeckung“

Die Bundesregierung arbeitet derzeit an einer „Strompreisbremse“ und will bis Ende August ein Modell vorstellen. „Es wird eine Rechnungsobergrenze sein, keine Preisobergrenze“, sagte Brunner. Der allgemeine Strompreis ist nicht gedeckelt, sondern es wird für jeden Haushalt eine bestimmte Strommenge subventioniert. Um herauszufinden, wie groß diese Menge ist, “werden wir wahrscheinlich den statistischen Durchschnittsverbrauch als Richtlinie verwenden.” Den Haushalten werde dafür eine Pauschalgebühr berechnet, die deutlich unter dem Marktpreis liege, erklärte Brunner. Dann wird für den höheren Verbrauch der marktübliche Preis fällig.

Stromrechnungsdeckung: Brunner für den sozialen Abschluss

„Wenn es nach mir geht, sollte man dort soziales Niveau haben, wenn es überschaubar ist“, sagte Brunner. Aber das hänge vom Modell ab, „im Moment ist das schwer zu sagen“, sagte er. Das aktuell diskutierte Modell würde Menschen in kleinen Wohnungen mit niedrigem Verbrauch prozentual stärker entlasten als Menschen mit höheren Einkommen in großen Häusern mit hohem Verbrauch, weil die Niedrigen einen größeren Anteil ihres Stromverbrauchs unter dem Preis reduziert haben Er plädiere aber auch für zusätzliche soziale Komponenten, sagte Brunner: „Man könnte zum Beispiel vorschreiben, dass sozial Benachteiligte zusätzliche Energiemengen günstiger erhalten. Das könnten alle sein, die vom ORF-Tarif GIS befreit sind.“ “

Auf das bereits im Herbst verschobene Inkrafttreten der CO2-Steuer wollte sich Brunner übrigens in “profil” noch einmal nicht festlegen. „Es ist legitim, Maßnahmen in dieser außergewöhnlichen Situation zu hinterfragen.“

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