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Zürich: Offenbar sind Brustkrebszellen postaktiv. In einer Studie in Nature (2022; DOI: 10.1038/s41586-022-04875-y) war die Anzahl zirkulierender Tumorzellen im Blut bei Mäusen und Patienten während der Ruhephase höher. Dies könnte Auswirkungen auf die Krebstherapie haben.
Wann und warum sich Zellen von einem Krebstumor lösen, sich aktiv in den Blutkreislauf öffnen und dann in andere Teile des Körpers metastasieren, ist nicht weitgehend erforscht, obwohl dieser Prozess die Prognose von Krebserkrankungen erheblich beeinflusst.
Der Nachweis zirkulierender Tumorzellen (CTC) im Blut von Patienten ist seit einigen Jahren möglich und die Krebsforschung diskutiert derzeit, ob der CTC-Nachweis als Biomarker für die Therapieplanung genutzt werden kann (daher der Nachweis zellfreier Nukleinzellen). . Säuren ist derzeit die einfachste Alternative).
Schweizer Onkologen hatten festgestellt, dass Blutproben, die zu verschiedenen Tageszeiten entnommen wurden, sehr unterschiedliche Mengen an zirkulierenden Krebszellen enthielten, wobei Proben, die morgens nach dem Aufwachen entnommen wurden, mehr Zellen enthielten als Blutproben am Abend.
Ein Team um Nicola Aceto von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich untersuchte das Phänomen bei Mäusen, wo es genau umgekehrt war. Bei nachtaktiven Tieren stieg CTC im Blut in der Ruhephase tagsüber an und nachts wurden deutlich weniger Brustkrebszellen im Blut gefunden.
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Die genetische Analyse von Krebszellen durch einzellige RNA-Sequenzierung ergab, dass einige Gene, die die Zellteilung fördern, bei Mäusen und Brustkrebspatientinnen vor allem in der Ruhephase aktiv sind. Dies deutet darauf hin, dass das Krebswachstum auch nachts schneller voranschreitet als tagsüber.
Die Forscher fanden heraus, dass Schlüsselhormone des circadianen Rhythmus wie Melatonin, Testosteron und Glukokortikoide die Wachstumsdynamik von Krebs bestimmen.
Die Ergebnisse der Studie haben unmittelbare Auswirkungen auf Studien, die den Wert von CTC für die Prognose von Brustkrebs untersuchen. Eine Blutentnahme zu unterschiedlichen Tageszeiten könnte hier die Ergebnisse verfälschen. Neue Forschungsansätze könnten entstehen. Die Hemmung der zirkadianen Aktivierung von Tumoren könnte Möglichkeiten eröffnen, die Bildung von Metastasen zu verhindern. © rme / aerzteblatt.de