Buenos Aires: Ein Mann richtet eine Waffe auf den argentinischen Vizepräsidenten

Der Präsident spricht über das Attentat auf den argentinischen Vizepräsidenten

Der Mann richtet die Waffe auf Kirchner und drückt ab: Der Schuss geht daneben

Am Donnerstagabend richtete ein Mann eine Waffe auf den Kopf von Argentiniens Vizepräsidentin Cristina Kirchner. Der Verdächtige wurde festgenommen, der argentinische Präsident bezeichnete den Vorfall als Attentat.

1/6

Am Donnerstagabend wurde der argentinische Vizepräsident Opfer eines Attentatsversuchs.

In Argentinien ist ein Mann festgenommen worden, der eine Waffe auf Vizepräsidentin Cristina Kirchner (69) gerichtet hatte. Fernsehaufnahmen zeigten, wie der Mann am Donnerstag eine Waffe auf Kirchner richtete, als die linke Politikerin und ehemalige Staatschefin vor ihrer Wohnung in der Hauptstadt Buenos Aires aus einem Auto stieg.

Zahlreiche Unterstützer hatten sich vor dem Gebäude im Stadtteil Recoleta versammelt. Als der Vizepräsident sie begrüßte, richtete der Mann plötzlich eine Waffe auf den Kopf des Politikers, der in zahlreiche Korruptionsfälle verwickelt war. Er hat keinen einzigen Schuss abgegeben.

Der Verdächtige konnte festgenommen werden

Sicherheitsminister Aníbal Fernández (65) gab später die Festnahme des Verdächtigen bekannt. Die Ermittlungen liefen. Die Fingerabdrücke der festgenommenen Person würden kontrolliert, ebenso ein mögliches Handy. Der argentinische Staatschef Alberto Fernández (63) bezeichnete den Vorfall als Attentat.

„Cristina lebt noch, weil die Waffe, die fünf Kugeln enthielt, aus einem technisch noch nicht bestätigten Grund nicht geschossen hat, obwohl der Abzug gedrückt wurde“, sagte der Präsident. Es ist der schlimmste Vorfall seit der Rückkehr Argentiniens zur Demokratie 1983. Es gibt auch ein Video von dem Vorfall in der Hauptstadt Buenos Aires. Der mutmaßliche Mörder wurde festgenommen. Bei dem 35-Jährigen sei eine Waffe sichergestellt worden, sagte Fernández der Zeitung „Clarín“.

Kirchner soll für zwölf Jahre ins Gefängnis

Der Vorfall ereignete sich inmitten wachsender Spannungen um Kirchner, der von 2007 bis 2015 Präsident des südamerikanischen Landes war.

In einem Korruptionsprozess hatte die Staatsanwaltschaft vergangene Woche eine zwölfjährige Haftstrafe gegen den Vizepräsidenten beantragt. Bei dem Verfahren geht es um öffentliche Ausschreibungen in Kirchners politischer Provinz Santa Cruz im Süden des Landes.

Kirchner bezeichnete die Vorwürfe als politisch motiviert. Anhänger und Gegner der Witwe des 2010 verstorbenen Ex-Präsidenten Néstor Kirchner versammelten sich nach der Forderung nach dem Urteil vor ihrem Wohnhaus. (SDA/chs)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *