Dagegen zeigte Bundesliga-Profi Dominik Szoboszlai von RB Leipzig eine düstere Vorstellung. Ungarn empfängt das DFB-Team am kommenden Samstag, ehe England am Dienstag in München spielt.
Zuschauerverbot praktisch ignoriert
Trotz des Zuschauerverbots für das diskriminierende Verhalten ihrer Fans waren die Tribünen gegen England gut gefüllt. Während des deutschen Gruppenspiels waren zahlreiche Zuschauer in der Puskás-Arena in Budapest. Gemäß den Fußballbestimmungen der UEFA-Europäischen Union dürfen Kinder bis zum Alter von 14 Jahren das Stadion bei Hallenspielen betreten, wenn sie von einem Erwachsenen eingeladen und begleitet werden. Medienberichten zufolge wurden vor dem Spiel mehr als 30.000 Besucher registriert.
Buhrufe vor Spielbeginn
Als die Engländer kurz vor dem Start als Zeichen gegen Rassismus auf die Knie gingen, waren Buh-Rufe zu hören. Wegen des diskriminierenden Verhaltens ihrer Fans in den EM-Spielen gegen Portugal, Frankreich und Deutschland wurde die ungarische Nationalmannschaft zu zwei Heimspielen gegen die UEFA ohne Zuschauer verurteilt. Für ein drittes Spiel gilt eine zweijährige Probezeit.
Auch die Engländer müssen ihr erstes Heimspiel in der Nations League am 11. Juni in Wolverhampton gegen Italien ohne Zuschauer bestreiten. Wegen Ausschreitungen rund um das EM-Finale vor einem Jahr im Wembley-Stadion war der Verband dazu verurteilt worden. Die UEFA-Vorschriften gelten auch für Kinder, die das Stadion besuchen, und es werden zwischen 2.000 und 3.000 Fans erwartet.
Quelle: dpa/red