Bundeslager 2022 – Giant Bula: Bau des grössten Pfadfinderlagers der Schweiz

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30’000 Entdecker reisen am Wochenende ins Goms im Wallis. Wie geht es den Scout-Leuten, was bietet sie an?

Das im Bau befindliche Pfadfinderdorf Goms ist eigentlich kein Dorf. Sie bietet Platz für so viele Menschen wie die Städte Zug oder Dübendorf. Das Bundespfadfinderlager findet alle 14 Jahre statt, meist verteilt auf verschiedene Lager. Dieses Jahr sind die 30’000 Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen am selben Ort im deutschsprachigen Teil des Kantons Wallis.

Dieses Projekt erfordert einige verrückte alte Entdecker.

Die „Pfadfinderstadt“ mit dem Zeltlager und den wichtigsten Gebäuden erstreckt sich über eine Fläche von 3,5 Kilometern Breite und einem Kilometer Länge. Weiter unten in den Dörfern stehen weitere Gebäude: für Besucher, für Hörreisen, für die Medien.

Essen in der Bula: Wie füttert man 30.000 hungrige Mäuler?

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  • Wenn das Motto des „Mittagessens“ „Spaghetti mit Tomatensoße für alle“ lautet, braucht es nur vier Tonnen Nudeln, 1,25 Tonnen geriebenen Käse und 5.000 Gallonen Tomatensoße.
  • In den nächsten Wochen werden im Goms rund 800 Hörabteilungen mit bis zu 120 Personen insgesamt 54 Tonnen Brot, 19 Tonnen Nudeln, 15 Tonnen Reis, 41’000 Eisbergsalate, rund 19’000 Gurken, 14 Tonnen Karotten verzehren. , 19.000 Liter Tomatensauce, 7,5 Tonnen Apfelmus, um nur einige zu nennen.
  • Die Verteilung der Lebensmittel erfolgt im zentralen Lagerbereich des alten Flugplatzes Ulrichen, dem sogenannten BuLavard. Es gibt eine riesige Kühlstation mit Abmessungen von 1100 Quadratmetern, etwa so groß wie ein olympisches Schwimmbecken.
  • Das Bundeslager verfügt außerdem über einen eigenen Shop, in dem Pfadfindergruppen zahlreiche Grundnahrungsmittel und insbesondere Ersatzprodukte für Vegetarier, Veganer oder Allergiker kaufen können.
  • Um möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden, haben die Organisatoren einige Vorkehrungen getroffen. So können haltbare Lebensmittel, die das Verteilzentrum oder den Laden am Hauptplatz nicht verlassen haben, an die Migros zurückgegeben werden.

Bauen, eine Herkulesaufgabe

Seit dem 11. Juli haben hunderte Helfer ihr Lager aufgebaut. Am 23. Juli muss es fertig sein, dann ist Ankunftsdatum.

Das Camp dauert zwei Wochen. Die Bauwerke, die dafür gebaut werden, sind gigantisch. Ein Beispiel: der Speicherturm. Wenn er fertig ist, wird er 15 Meter hoch sein. „Deshalb brauchen wir ein paar verrückte alte Scouts“, sagt Lukas Summerbühler – so der Name des Mungg-Scouts – auf dem Funkturm.

Impressionen der aufstrebenden Zuhörer

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Legende: Solche hohen Türme werden unter anderem für die Bula geschaffen. zvg / Till Böhringer, mova

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Bildunterschrift: Einige Hundert Helfer sind im Einsatz. Schlussstein

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Bildunterschrift: Für den Bau werden auch große Fahrzeuge benötigt. Allerdings wird auf die Landschaft geachtet, betont das Hören. zvg / Till Böhringer, mova

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Bildunterschrift: Das Glück der Entdecker: Früher gab es auf dem Gelände eine Landebahn, die jetzt für große Gebäude genutzt werden kann. Schlussstein

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Bildunterschrift: Platz für insgesamt 30.000 Kinder und Jugendliche. Schlussstein

“Erst war es kleiner geplant, dann wurde es immer größer.” Er ist stolz auf sein Team, das dieses außergewöhnliche Bauwerk schafft.

Was bedeutet die Bula für die Natur?

Ein so wichtiges Projekt entsteht nicht über Nacht: Vier Jahre lang planten die Pfadfinder alle Aspekte dieses Lagers. Dazu gehören auch Nachhaltigkeitsüberlegungen.

Der Umwelt zuliebe sind beispielsweise die meisten Menüs fleischlos. Die Holzbalken der Konstruktion stammen alle aus der Schweiz. Ein Umweltteam innerhalb der Scouts kümmert sich um diese Belange. Dazu gehört auch der Umgang mit der Wiese: Die Gommer Wiesen müssen besonders gepflegt werden, der Boden ist dünner als im Flachland.

Große Gebäude wie das Catering-Zelt würden deshalb auf dem Asphalt errichtet, wo früher eine Start- und Landebahn war. Ganz vermeiden lassen sich Lkw-Fahrten durch die Wiese aber nicht: „Wir versuchen aber darauf zu achten, dass nur ein absolutes Minimum an Fahrzeugen durch die Wiese zirkulieren muss“, erklärt Mischa Kaspar, Pathfinder Monti. Außerdem legten die Pfadfinder Holzbretter auf der Wiese aus, um den Boden zu schützen.

Es sind noch ein paar Tage

„Der Puls ist hoch“, sagt Seraina Schwizer, auch bekannt als Kolibri. Er ist Co-Leiter im Lager und weiß, was noch zu tun ist. „Aber wir sind mit den Bauarbeiten im Zeitplan. Jedes Mal, wenn ich durch den Campingplatz gehe, sieht es wieder anders aus.“ Auch spontane Herausforderungen lassen sich meistern, wie etwa das kürzlich verhängte Feuerverbot.

Waldbrandgefahr = keine Lagerfeuer?

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Der Kanton Wallis hat am Dienstag ein generelles Feuerverbot im Freien erlassen.

Im Rahmen des eidgenössischen Pfadfinderlagers, das im Goms stattfindet, wurde eine Ausnahmegenehmigung erteilt, wenn die verwendeten Gas- und Elektroherde zum Kochen nicht ausreichten.

«Schade, dass wir uns nicht frei fühlen können, aber dafür ist das Wetter gut», sagt Schwizer, «wenn es die ganze Zeit regnen würde, wäre es kalt.» Sie können auch ohne Lagerfeuer eine gute Atmosphäre schaffen, aber Sie werden in Ihren Browsern sicher kreativ genug sein.

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