mehr als 170 Soldaten und drei Hubschrauber im Katastrophenfall
Wien (OTS) – Heftige Unwetter und heftige Regenfälle Anfang dieser Woche haben in Kärnten, vor allem aber in den Bezirken Villach und Villach-Land, für Erdrutsche, Überschwemmungen und Chaos gesorgt. Daher wurde am Mittwoch, 29. Juni 2022, die Armee um Hilfe gebeten. Am gestrigen 02.07.2022 gab es im Burgenland einen weiteren Feuerwehreinsatz. Im Bereich Breitenbrunn brach ein Schilfbrand aus, der am späten Nachmittag unter Kontrolle gebracht werden konnte.
„Der schnelle Einsatz unserer Soldatinnen und Soldaten zeigt, dass sich die österreichische Bevölkerung immer auf das Bundesheer verlassen kann. Sie zeigen immer wieder, was und wie viel sie können. Unsere oberste Priorität ist die schnelle Hilfe vor Ort, die unsere Soldatinnen und Soldaten bewiesen haben.“ Kärnten und im Burgenland, in Kärnten geht es nun darum, schnellstmöglich – auch wenn es noch viele Wochen dauern wird – wieder zur Normalität zurückzukehren und wir werden das Land Kärnten gemeinsam mit den Zivilen Rettungsdiensten, Notfallorganisationen und insbesondere weiter unterstützen Angehörige der Streitkräfte, die immer bereit sind zu helfen, wo Hilfe dringend benötigt wird“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner.
Mehr als 170 Soldaten des Villacher Pionierbataillons 1 und der Luftwaffe unterstützten in der Anfangszeit die Aufräumarbeiten mit Hubschraubern und schwerem Baugerät wie Baggern, Radmuldenkippern und Lastkraftwagen. Ihre Aufgabe ist es, die Hauptverkehrswege im Nachbartal, insbesondere nach Afritz am See und Arriach, neu zu transvertieren, um mit der Ausrüstung und dem Personal der Einsatzorganisation vorrücken zu können. Blockaden durch umgestürzte Bäume und verschüttete Trümmer müssen ebenfalls mit Kettensägen entfernt werden, und Massen von Blöcken, Trümmern und Schlamm müssen entfernt werden. Ein Falke zog am frühen Nachmittag von Kärnten ins Burgenland, um bei der Bekämpfung eines Schilfbrandes in Breitenbrunn zu helfen. Dieser Hilfseinsatz wurde am späten Nachmittag erfolgreich abgeschlossen und die Black Hawk kehrte nach Langenlebarn zurück.
Heute sind weitere Einsätze einer Agusta Bell 212 und einer Alouette III für Aufklärungs-, Evakuierungs- und Versorgungsflüge geplant. Unzählige Schadstellen müssen erkundet und bewertet werden, um Rettungsschwimmer schnell und effektiv einsetzen zu können. Von der Umwelt abgeschnittene Menschen erhalten Hilfsgüter oder müssen teilweise evakuiert werden.
Der Hubschrauber Black Hawk unterstützte die Techniker der KNG-Kärnten Netz GmbH beim Austausch der Strommasten zur Stromversorgung.
Der Zivilschutzalarm ist noch aus. Es ist daher ratsam, dass die Bevölkerung zu Hause bleibt, um das Risiko für die Zivilbevölkerung und die Einsatzkräfte zu reduzieren.
CH / MPT
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