Busse Gaga: Zug bestraft, obwohl die Parkuhr mitten im Spiel steht

Philipp Hausheer (41) konnte das Parken nicht bezahlen und musste 40 Franken bezahlen

“Die Parkuhr war mitten in einer Arbeit”

Grosses Theater für wenig Geld: Philipp Hausheer (41) von Risch ZG hat in der Stadt Zug eine Parkbusse von 40 Franken erhalten, weil er die Parkuhr nicht gefüttert hat. Die Innerschweizer hätten es geschafft, aber die Parkuhr war mitten in der Arbeit.

Gepostet: 11.07.2022 um 00:24

In der Schweiz sorgen Busse manchmal für Kopfschütteln. So auch bei Philipp Hausheer (41) von Risch ZG. Der Innerschweizer will mit seinem Sohn (6) in der Stadt Zug einen neuen Personalausweis machen lassen. Hausheer parkt seinen Jeep auf dem Parkplatz vor dem Regierungsgebäude und will sein Parkticket kaufen.

Aber die Parkuhr ist mitten in einer Arbeit. „Da waren ein Lkw und eine Baumaschine“, sagt der 41-Jährige. Hausheer ging mit seinem Sohn um die Absperrung herum. Aber auch von der anderen Straßenseite aus gibt es keinen Zugriff auf das Wallet.

„Bauarbeiter verlegten und verdichteten den frischen Fahrbahnbelag im Bereich der Parkuhr. Mir war klar, dass wir in diese Arbeit nicht hineinkommen konnten. Er hatte keine Chance, die Parkuhr zu erreichen. Kurzum: Der Wille war da, der Weg nicht.

“Bürger wurden bestraft, weil sie die Parkuhr nicht benutzten”

Der Zuger wollte auch nicht auf die kühle, warme Fahrbahnoberfläche treten, deshalb blieb die Parkuhr ungefüttert. Vater und Sohn gehen zum Passamt. “Nach einer Viertelstunde sind wir wieder ausgestiegen, da hing ein Bus an der Windschutzscheibe.” 40 Unterstützung. “Ich hatte Angst.”

Hausheer macht ein Testfoto von der Baustelle und geht nach Hause. Dort geht er zur Zuger Polizei. Doch Beamte ertragen die Geldstrafe, die 40-Stutz-Strafe geht weiter. Judith Aklin, Sprecherin der Zuger Polizei, sagt auf die Frage von Blick: «Der Bürger wurde wegen Nichtbenutzung der Parkuhr mit einer Busse bestraft und hat deshalb das Auto unbezahlt abgestellt.»

Auch die verantwortliche Baufirma ist in diese Bußgeldgruppe involviert. Der Bauleiter bestätigte zunächst in einer E-Mail an Polizei und Hausheer (Blick vorhanden), dass es teilweise nicht möglich sei, die Parkuhr zu bedienen, weil „der Belag direkt um die Parkuhr herum verlegt wurde“.

Doch die Zuger Polizei schritt ein. Polizeisprecherin Aklin sagt gegenüber Blick: Bauarbeiter auf der Baustelle wurden angewiesen, während dieser kurzen Zeit die Parkuhr für Parkuhrennutzer zu benutzen. Also: “Jeder, der ein Parkticket kaufen wollte, hatte eine Chance.”

Der Besitzer hat die Strafe bezahlt

Hausheer kann über diese Erklärung nur lachen: „So etwas habe ich noch nie gehört. Bauarbeiter, die den Leuten helfen, die Parkuhr mit Strom zu versorgen, geht das noch?“ Der Innerschweizer fragt sich, woran das hätte liegen können: «Wenn es 120 Dezibel Baulärm gäbe, hätte ich die Bauarbeiter begrüssen und rufen sollen?» Und: “Außerdem wusste ich gar nicht, dass ich sie hätte kontaktieren sollen.”

Hausheer zahlte die Bußgelder. «Ich hätte ein Strafverfahren starten können, aber das war mir wegen der 40 Franken zu blöd», sagt der Angehörige. Doch für Hausheer bleiben zwei Fragen offen: «Haben die Zuger Behörden Langeweile?» Und: “Können sie ihre Ressourcen nicht sinnvoller einsetzen?”

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