Chaos am Flughafen: So wird Reisen 2022 funktionieren

Nach über zwei Jahren Crown will eigentlich jeder nur noch eines: Urlaub machen. Doch kurz vor den Sommerferien machen sich die Spätfolgen der Pandemie auf die Luftfahrtbranche bemerkbar: Zur Rush Hour müssen Passagiere an Flughäfen teilweise mehrere Stunden warten, bevor sie endlich die Sicherheitskontrolle passieren. Buchungen für Tausende Lufthansa-, Eurowings- und Easyjet-Kunden wurden Wochen vor Abflug storniert.

Der Grund ist immer derselbe: Personalmangel, von der Sicherheitskontrolle bis zur Abfertigung von Flugzeugen und Flugbegleitern. Ähnlich wie in der Gastronomie suchten viele Beschäftigte in dieser Branche während der Pandemie nach einem neuen Job. An dieser Situation wird sich so schnell nichts ändern: Die Einstellung und Einarbeitung neuer Mitarbeiter braucht Zeit. Matthias Maas, Vorsitzender der Gewerkschaft Flugsicherung (GdF), warnt: „Oder Verlust ist an der Tagesordnung“.

Kurz gesagt, in diesem Sommer wird Fliegen ein Abenteuer sein: auf eine schlechte Art und Weise. Wir haben ein paar Tipps zusammengestellt, die Reisenden (hoffentlich) helfen, trotzdem dorthin zu gelangen.

Wie spielt man sicher am Flughafen?

Die Lösung ist simpel, aber ziemlich nervig: Gerade zu Beginn der Ferien und vor den verlängerten Wochenenden sollte man sehr früh am Flughafen sein. Auch bei extrem langen Schlangen vor Check-in und Sicherheitskontrolle können Sie sich einigermaßen sicher sein, dass Sie am Ende im Flugzeug sitzen. Zu normalen Zeiten empfehlen Fluggesellschaften, dass Ihre Passagiere etwa zwei Stunden vor Abflug am Flughafen sind. Einige Fluggesellschaften verlangen vier Stunden Planungszeit.

Was ist, wenn ich den Flug trotzdem verpasse?

Arndt Kempgens, Anwalt für Verkehrsrecht, sagte, wer den Empfehlungen seiner Airline folge und früh ankomme, sei rechtlich auf der sicheren Seite. „Wer aufgrund langer Wartezeiten beim Check-in unverschuldet einen Flug verpasst, hat Ansprüche gegen die zuständige Airline.“ Verpassen Sie dagegen einen Flug aufgrund langer Warteschlangen an den Sicherheitskontrollen, ist die Bundesrepublik Deutschland zuständig. Laut Kempgens sind an den meisten Flughäfen private Sicherheitsunternehmen für die Kontrollen zuständig. Die Verantwortung liegt aber bei der Bundespolizei, weil es sich um eine hoheitliche Maßnahme handelt.

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