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Ab Oktober benötigen Sie zum Bezahlen Ihrer Rechnungen keinen Einzahlungsschein mehr, sondern nur noch den QR-Code. Funktioniert die Änderung?
Für viele Unternehmen ist es heutzutage der Endspurt. Noch haben nicht alle die neuen QR-Code-Rechnungen parat, versenden aber noch herkömmliche Einzahlungsscheine. Julian Chan, Sprecher der Schweizer Börse SIX, sieht das Glas lieber halb voll als halb leer. „Wir sehen derzeit, dass bereits mehr als 70 Prozent aller Rechnungen in Bearbeitung QR-Rechnungen sind.“
Die QR-Rechnung kann beispielsweise auch am Postschalter oder per Bankauftrag bezahlt werden.
Der Umbau ist ein Grossprojekt für den Schweizer Finanzplatz. Internationale Regelungen im Kampf gegen Geldwäsche geben Anlass. Ein Teil der Datenprotokollierung ist jetzt in den Checkout-Prozess integriert. Gleichzeitig wird der Zahlungsverkehr modernisiert und vereinfacht.
Titel: Zahlungen 1944: Ein Postbeamter gibt die Beträge in einen Taschenrechner ein. KEYSTONE/PHOTOPRESS ARCHIV/Milou Steiner, Walter Scheiwiller
Chan sieht nicht nur die Vorteile für Unternehmen, die Zahlungen dank automatisierter Verarbeitung effizienter verarbeiten können. Auch für Verbraucher, die digital bezahlen möchten, wird das Bezahlen einfacher. „Allerdings muss niemand seine Zahlungsgewohnheiten ändern. Die QR-Rechnung beispielsweise kann auch am Postschalter oder per Bankeinzug bezahlt werden.“
Die Änderung ist seit zwei Jahren bekannt
Verbraucher haben also die Wahl. Für Unternehmen, die Rechnungen ausstellen, ist die Umstellung jedoch Pflicht. Dafür bleiben ihnen nur noch wenige Wochen. Etwa zwei Jahre hätten sie dafür Zeit gehabt, denn die Änderung ist schon lange bekannt. „Es liegt in der Natur der Sache, dass nicht alle gleichzeitig umstellen. Für größere Unternehmen ist die Umstellung auch ein größeres Projekt, weil mehrere Prozesse angepasst werden müssen“, sagt Chan.
Es liegt in der Natur der Sache, dass sich nicht alle gleichzeitig ändern.
Dem SIX-Sprecher ist bekannt, dass diese Woche noch einige andere Unternehmen auf QR-Rechnungen umstellen werden. “Dies wird die positive Entwicklung weiter vorantreiben.” Aber auch bis Ende September werde es nicht 100 Prozent sein, vermutet er. Einzelne Unternehmen werden das Enddatum wahrscheinlich verpassen. Über den Grund kann nur spekuliert werden, vielleicht aus Faulheit, vielleicht weil es immer wichtigere Dinge zu tun gab.
Chan hat keine Angst vor Chaos im Zahlungsverkehr. Noch weniger, da er erwartet, dass die neuesten Unternehmen heutzutage auf die Uhr hören. Zumal sie dann ihrem Geld hinterherlaufen müssen. Warum: Wenn Kunden nach Oktober weiterhin alte Gehaltsabrechnungen erhalten, müssen sie diese nicht eingeben.