“Come Forever”: Putins Minister bekräftigt Landansprüche in der Ukraine

„Für immer kommen“ Minister Putin bekräftigt Landansprüche in der Ukraine

12.06.2022, 18:47

An seinem russischen Nationalfeiertag soll sein Besuch in der Ostukraine eine besondere Symbolkraft haben: Laut Staatsfernsehen hat der Moskauer Bildungsminister angekündigt, das Schulsystem in den besetzten Gebieten von antirussischen Inhalten zu befreien. Währenddessen überreicht Kremlchef Putin feierlich Medaillen zu Hause.

Moskaus Bildungsminister Sergei Krawzow hat Medienberichten zufolge am russischen Nationalfeiertag die ukrainische Region Saporischschja besucht und dort die Gebietsansprüche begründet. Laut Interfax ist Russland für immer gekommen, sagte der Minister in der Stadt Melitopol. „Im Zweifel wäre ich nicht gekommen“, sagte der 48-Jährige.

In einem im russischen Staatsfernsehen RT veröffentlichten Video sagte er, dass das Bildungssystem von antirussischen Inhalten befreit werde, aber auch die ukrainische Sprache weiterhin unterrichtet werde. „Das Kiewer Regime hat die antirussische Stimmung geschürt und eine effektive Propaganda des Nationalsozialismus und des Faschismus gemacht“, sagte Kravtsov. Ob er sich wirklich im Kriegsgebiet aufgehalten hat, konnte nicht unabhängig überprüft werden.

Die russische Führung hatte die ideologische Ausrichtung des Lehrstoffs in der Ukraine wiederholt beklagt, auch bei den Vereinten Nationen. Lehrer würden jetzt vorbereitet und Lehrbücher verteilt, sagte der Minister. Nach mehr als drei Monaten des russischen Aggressionskrieges befindet sich die Region Saporischschja immer noch teilweise unter ukrainischer Kontrolle. Chersons benachbarte südukrainische Region steht vollständig unter russischer Besatzung.

Während Kravtsov den russischen Feiertag in der Ukraine feierte, zeigte die russische Führung erneut Vertrauen in den Krieg, der am 24. Februar begann. Kreml-Chef Wladimir Putin überreichte am Russland-Tag Medaillen. Das Land sei geeint und dem Vaterland verpflichtet, sagte er. In Moskau gab es eine Karawane zur Unterstützung der russischen Armee in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Das Moskauer Außenministerium gab eine Weihnachtsgrußkarte zum Gedenken an Russlands Siege in den Kriegen über die Jahrhunderte heraus, mit der Zeile an die NATO: “Wir haben freundlich darum gebeten, nicht in den Osten zu expandieren”. Putin begründete den Krieg unter anderem damit, dass Russland durch die Nato-Beitrittsbestrebungen der Ukraine bedroht sei.

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