Conference League: Jose Mourinho mit AS Roma vor einem historischen Schlag

Tirana/München – Jose Mourinho bezeichnet sich selbst gerne als „The Special“.

Da ist es für die Portugiesen zu schade, im Conference-League-Finale gegen den niederländischen Vertreter Feyenoord Rotterdam (ab 21 Uhr im Liveticker von ran.de) mit der AS Rom eine historische Chance zu bekommen: wie der erste Trainer schlagen kann. er gewinnt mit seinem Team den Titel in der neu gegründeten Conference League.

„Er fühlte eine gewisse Verantwortung, die erste Ausgabe dieses Turniers zu einem guten Wettbewerb zu machen“, sagte der 59-Jährige. Für ihn war das Duell mit Feyenoord “das wichtigste Finale seiner Karriere”.

Englische Medien sehen Jose Mourinho als „out of print model“

Gerade in Bezug auf die Bedeutung des Wettbewerbs überrascht Mourinhos Aussage ein wenig, immerhin hat er bereits die Champions League, den UEFA-Cup und die Europa League gewonnen. Er wäre der erste Trainer, der den Titel in vier verschiedenen internationalen Wettbewerben gewinnen würde. Doch so beeindruckend sein Aufstieg an die Spitze der Trainergilde war, so schnell verlief auch sein Abstieg in die Normalität.

Englische Medien haben „The Special One“ zuletzt als „discontinued“ verspottet, weil der exzentrische Portugiese seit seinem Abgang von Manchester United keinen Titel mehr hat. Weder bei Tottenham Hotspur noch bisher in Rom konnte er Besteck für die Schaufenster des Klubs und seinen eigenen Ruhm herstellen.

„Es ist eine Sache, in einer bestimmten Zeit erfolgreich zu sein. Es ist etwas anderes, wenn man seine ganze Karriere lang erfolgreich war und Titel gewonnen hat“, sagte Mourinho, aber er wirkt immer noch wie ein hochkarätiger Trainer im Weltfußball. Roma-Landsmann und Torhüter Rui Patricio bezeichnete ihn kürzlich sogar als „den besten Trainer der Welt“.

Jose Mourinho und Roma sorgen für Euphorie

Liverpools Jürgen Klopp und Mourinhos Ex-Rivale Pep Guardiola zweifeln sicher an Patricios Aussagen, hätten aber „The Special One“ gerne gehört.

Immerhin sorgte die sechste Liga-Saison der Serie A in der vergangenen Saison aufgrund der League Conference Finals für Euphorie. Rund 70.000 Zigeuner-Fans wollen in die albanische Hauptstadt Tirana reisen, wo im nur 22.000 Zuschauer fassenden Finalstadion erstmals der Kampf um die Krone in der Conference League ausgetragen wird.

Wieder einmal hat die UEFA ihr eigenes, vielfach kritisiertes Produkt rücksichtslos unterschätzt. Das gilt zumindest, solange Klubs mit glorreicher Vergangenheit im Wettbewerb vertreten sind, zu denen sicherlich auch die Roma gehören, die ehemaligen italienischen Meister und Gewinner des Messepokals von 1961, dem bisher einzigen internationalen Titel des Klubs.

Jose Mourinho: „Die Conference League ist unsere Champions League“

„Wir haben keinen Zweifel daran, dass alles, was wir tun und kämpfen, darauf abzielt, zu gewinnen“, sagte Patricio, der bereits die Richtung für das Finale vorgab. Und „Das Besondere“? Er griff in seine psychologische Trickkiste und sagte: „Die Conference League ist unsere Champions League.“

Der 59-Jährige gibt also sein Bestes, um mit seinem Team wieder eine Silbertrophäe in die Höhe reißen zu können. Und dann könnte „The Special One“ eines Tages wieder die echte Champions League spielen.

Markus Bosch

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