Containerlager in Bangladesch Viele Tote bei Großbrand

Stand: 05.06.2022 11:34 Uhr

Die Explosionen auf einem Containerdepot in Bangladesch haben ein riesiges Feuer verursacht. Mindestens 34 Menschen wurden getötet und Hunderte verletzt. In den Containern sollen Chemikalien gefunden worden sein.

Bei einem Großbrand in einem Containerlager in Bangladesch sind mindestens 34 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Behörden wurden mindestens fünf Feuerwehrleute getötet. Laut örtlichen Feuerwehrleuten und Medien wurden mehr als 100 Menschen verletzt. Die Nachrichtenagentur dpa meldete unter Berufung auf die Zeitung „Dhaka Tribune“, die einen Sprecher des Rettungsdienstes Roter Halbmond zitiert, sogar mehr als 450 Verletzte.

Die Zahl der Todesopfer dürfte steigen, weil das Feuer noch nicht unter Kontrolle sei, sagte der Chef des Gesundheitsamtes, Hasan Shahriar, der Nachrichtenagentur AFP. Laut dem medizinischen Direktor der Stadt Chittagong, Elias Chowdhury, sind einige der Verletzten in Lebensgefahr.

Das Feuer brach in der Nähe der Hafenstadt Chittagong aus.

Chemikalien in Behältern

Einsatzkräfte haben versucht, das Feuer in der Nähe der Hafenstadt unter Kontrolle zu bringen. Das Feuer im Inland Container Depot, einem niederländisch-bangladeschischen Joint Venture, brach am Samstag gegen Mitternacht aus. Vorausgegangen waren Explosionen in einem Container mit Chemikalien.

Nach der ersten Explosion ereigneten sich viele weitere, als sich das Feuer ausbreitete, sagte Uddin. Zur Unterstützung der Feuerwehr wurden Sprengstoffexperten der Armee hinzugezogen. Laut lokalen Medien waren die Detonationen noch vier Meilen entfernt zu hören.

Das Lager wickelt Import- und Exportwaren ab und befindet sich etwa 20 Kilometer vom wichtigsten Seehafen des Landes in Chittagong entfernt. Bild: AFP

Der Sprecher der Bangladesh Indoor Containers Association, Ruhul Amin Sikder, sagte, einige der Container enthielten Chemikalien wie Wasserstoffperoxid. Der Chef der lokalen Behörde, Mujibur Rahman, sagte, die Brandursache sei noch nicht klar. Ihm zufolge arbeiteten etwa 600 Menschen im Depot. Dort lagerte Kleidung im Wert von mehreren Millionen Dollar, die an westliche Einzelhändler exportiert werden sollte.

Das Depot liegt rund 20 Kilometer vom wichtigsten Seehafen des Landes in Chittagong entfernt.

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