Günter Diexer hat in Elsau ZH immer wieder das Siegel seines Kaffees gebrochen
Crown Beizer drohen neun Monate Gefängnis, absolut!
Kaum dreister war er während der Blockade: Im März 2021 erwischte die Polizei Inhaber Günter Diexer in seiner Mensa Elsau ZH mit 25 „ungebetenen“ Gästen. Am nächsten Tag kehrte er zurück, um Kunden zu bedienen. Ihm drohen jetzt neun Monate Gefängnis, absolut.
Gepostet: 22:50 Uhr
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Aktualisiert: 23:09 Uhr
Heute muss sich Beizer Günter Diexer (56) vor dem Bezirksgericht Winterthur ZH verantworten. Trotz strikter Blockade hatte der Österreicher Gäste in seinem gleichnamigen Café in Elsau ZH bewirtet. Nach einer ersten Kontrolle durch die Kantonspolizei Zürich im März 2021 wurde es am nächsten Tag wiedereröffnet. Auch als seine Bar versiegelt wurde, machte das wenig Eindruck auf Diexer: Vor laufenden Kameras zerstörte er das Dienstsiegel.
“Bewusst und absichtlich” geöffnet
Gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Winterthur öffnete der Angeklagte trotz Kenntnis der behördlichen Schliessung von Restaurants seine Cafeteria «bewusst und vorsätzlich». Bei der Polizeikontrolle am 15. März wurde festgestellt, dass 25 Gäste Speisen und Getränke von Diexer erhielten. Der Betreiber habe kein Schutzkonzept oder trage Schutzmasken. Protest-Gastgeber Covid kündigte sein Projekt auf Facebook an.
Zudem verweigerte der Patentinhaber den Polizisten den Zutritt zu den Räumlichkeiten. Diexer soll es den Beamten unmöglich gemacht haben, die anwesenden Gäste zu kontrollieren und zu zeigen.
Am nächsten Tag fand die wieder herausgekommene Kantonspolizei 14 Personen beim Essen und Trinken vor. Bereits Ende Februar hatte sich Diexer um unbefugte Gäste gekümmert.
Der offizielle Stempel beeindruckte den Besitzer nicht
Nach diesem Vorfall hat das Zürcher Gesundheitsdepartement die Cafeteria geschlossen und versiegelt. Dies beeindruckte den Österreicher jedoch nur kurz. Am 30. März brach Diexer das offizielle Siegel mit einem Schlüssel zu den Geistern von 20 Gleichgesinnten. Daraufhin tauschte die Polizei den Schließzylinder aus und brachte neue Siegel an, die der Wirt wieder zerstörte.
Nicht zuletzt wird Diexer vorgeworfen, einem Lebensmittelkontrolleur den Zugang verweigert zu haben. Zudem habe er nach dem Eintreffen der Kantonspolizei keine Maske mehr getragen.
Die Staatsanwaltschaft fordert eine Verurteilung von Günter Diexer wegen Siegelbruch, Günstlingswirtschaft, Verhinderung einer Amtshandlung und Verstoß gegen Covid-Maßnahmen. Neun Monate bedingungslose Haft werden beantragt. Dazu kommt eine Busse von 900 Franken und eine Busse von 7000 Franken.
„Richter wegen Hochverrats verklagt“
Diexer selbst ist nicht sehr einsichtig. Im Gegenteil: „Der Richter schwitzt und wird bei einer Verurteilung wegen Hochverrats angeklagt. Da dies gegen alle Verfassungen verstößt, sprechen wir von Hochverrat», schrieb der Rebell Covid in einer Mail an Blick. Zu seinen Beweggründen wollte er sich nicht äussern.
Diexers Café hat aktuell Gastrechte an den Verein „URIG“ vergeben. An der Tür klebt ein Aufkleber mit der Aufschrift „URIG Ortsgruppe Elsau“. Der Verein steht der kritischen Szene von Crown nahe.
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