Corona-Virus: Deutschland muss 3,9 Millionen Impfdosen vernichten

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Deutschland muss 3,9 Millionen Impfdosen vernichten

Stand: 14:01 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Fast vier Millionen Dosen Kronen-Impfstoff in Deutschland vernichtet

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind in Deutschland zwischen Anfang Dezember 2021 und Ende Juni etwa 3,9 Millionen Dosen des Kronen-Impfstoffs abgelaufen. Das sind die Impfdosen des Herstellers Moderna.

Der Gesundheitsminister sitze auf einem „wachsenden Berg von Impfstoffen, die auszulaufen drohen“: Die CSU warnt vor Steuerverschwendung wegen Millionendosen abgelaufener Impfstoffe. Mindestens 3,9 Millionen moderne Impfstoffe sind betroffen. Kritik gibt es von Koalition und Opposition.

In Deutschland sind zwischen Anfang Dezember 2021 und Ende Juni etwa 3,9 Millionen Dosen Kronen-Impfstoff abgelaufen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Berlin auf eine parlamentarische Anfrage des Bundestagsabgeordneten Stephan Pilsinger (CSU) mit, über die erstmals das Deutsche Verlagsnetzwerk (RND) berichtet hatte und die auch der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. .

Dabei handelt es sich um Dosen von Impfstoffen des Herstellers Moderna, die „auf verschiedenen Stufen der Lieferkette abgelaufen sind“, wie es in der Antwort heißt. Verfallsdaten hätte die Bundesregierung aber nur, wenn Ärzte und Apotheken sie dem pharmazeutischen Großhandel gemeldet hätten.

Insgesamt hatte die Bundesregierung in diesem Zeitraum etwa 134,3 Millionen Impfstoffdosen bestellt. Es wurden keine Dosen abgegeben. Die internationale Impfallianz Gavi hatte erklärt, sie nehme keine Spenden mehr an, weil kein Bedarf bestehe.

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CSU-Politiker Pilsinger sagte, gerade in Zeiten knapper Kassen und Inflation dürfe der Staat kein Geld aus Bürgersteuern zum sinnlosen Fenster werfen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sitze auf einem “wachsenden Berg von Impfstoffen, die vom Verfall bedroht sind”.

Die fortgesetzte Vernichtung von Impfstoffen gegen die Krone in Deutschland ist aus Reihen von Koalition und Opposition auf Kritik gestoßen. Künftig müsse das Bundesgesundheitsministerium “die Impfstoffe enger am realen Bedarf einkaufen”, sagte die Gesundheitspolitikerin der Grünen Paula Piechotta der Nachrichtenagentur AFP. Die Bundesregierung müsse angesichts der Krisenflut “sorgsamer mit dem Geld der Steuerzahler umgehen”, mahnte der Bundestagsabgeordnete.

Piechotta stellte fest, dass „inzwischen fast kein Land bereits gegebene Impfstoffe akzeptiert“, sodass „keine nennenswerte Verwendung von Überschüssen mehr erfolgt“. Der Grünen-Politiker wies auch darauf hin, dass der Haushaltsausschuss des Bundestages Lauterbach bereits gezwungen habe, ein Prognosetool einzusetzen, um das Einkaufsvolumen besser abzuschätzen.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, Kathrin Vogler, bezeichnete die wiederholte Vernichtung von Millionen Impfdosen als „einen weiteren Tiefpunkt der von Organisationsfehlern und von Kommunikationsfehlern geprägten Kronenpolitik der Ampelkoalition“. Lauterbachs Ministerium “bedeutet offenbar vor allem, möglichst viele Impfstoffdosen zu beschaffen”, sagte Vogler der Nachrichtenagentur AFP. “Es ist nicht wichtig, so viel Impfstoff wie möglich zu haben, sondern so viel wie möglich zu impfen.”

Eine echte Impfkampagne sollte sich an die Bevölkerungsgruppen richten, die am meisten von einer Impfung profitieren, und mit zielgruppengerechten Informationen, Aufklärung und niederschwelligen Impfangeboten in Wohnortnähe dafür sorgen, dass dramatische Impflücken geschlossen werden“, forderte Vogler. .

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