Crown Update: Für wen ist die zweite Auffrischimpfung wichtig?

16. Juni 2022 – 11:39 Uhr

Die Zahl der Kroneninfektionen steigt und der Impfschutz nimmt für viele langsam aber sicher ab. Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen fordert deshalb eine Überprüfung der Empfehlungen für Auffrischimpfungen. „Vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Daten halte ich es für dringend geboten, dass wir in Deutschland die Empfehlungen zur zweiten Auffrischimpfung überarbeiten und gegebenenfalls rechtzeitig erweitern“, sagte er der Rheinischen Post. Wie man sie begründet und für wen eine zweite Auffrischungsimpfung wichtig ist.

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Die STIKO empfiehlt eine zweite Auffrischungsimpfung nur für bestimmte Personengruppen

Janosch Dahmen fordert eine Überprüfung der Empfehlungen für Kronen-Auffrischimpfungen.

© Deutsche Presse-Agentur

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat bereits gesagt, dass er eine neue Krönungswelle auf uns zukommen sieht und dass dieser Sommer ein anderer sein wird als die bisherigen. Die Hoffnungen auf den traditionellen Sommereffekt schwinden. Als Grund dafür gibt sie die Untervariante omicron BA.5 an, die sich sehr schnell ausbreitete und zuletzt für viele Infektionen in Portugal sorgte.

Das bedeutet, dass alle Altersgruppen ein höheres Risiko haben, sich erneut mit dem Kronenvirus zu infizieren. Gleichzeitig problematisch: Viele Schutzmaßnahmen wurden bereits aufgehoben, um das Virus einzudämmen.

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Menschen unter 70 Jahren und vor allem solche mit Risikofaktoren sollen laut Dahmen noch vor dem Herbst ein weiteres Angebot zur Kronen- und Grippeimpfung erhalten. Bisher hat die Ständige Impfkommission (Stiko) allerdings nur eine zweite Auffrischimpfung für Teile der Bevölkerung empfohlen, darunter

  • Menschen über 70,
  • Auch das Personal von medizinischen und pflegerischen Einrichtungen
  • Menschen mit Immunschwäche.

Für Menschen, die nach der ersten Auffrischungsimpfung eine Kroneninfektion hatten, empfiehlt Stiko keine zweite Auffrischungsimpfung, wie “ntv” berichtet.

Vierte Impfung: fast keine Wirkung bei jüngeren Erwachsenen

Die Stiko begründet ihre Empfehlung damit, dass “aktuelle Daten zeigen, dass der Schutz nach der ersten Auffrischimpfung vor Infektionen mit der derzeit kursierenden omicron-Variante in wenigen Monaten nachlässt.” Das ist für Menschen über 70 wichtig, weil sie ein höheres Risiko haben, an einer schweren Covid-19-Erkrankung zu erkranken. Und was ist mit den Jüngeren?

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Daten aus einer im New England Journal of Medicine veröffentlichten israelischen Studie zeigen, dass eine vierte Dosis eines mRNA-Impfstoffs bei jungen, gesunden Erwachsenen nur einen „geringfügigen Nutzen“ bringt. Probanden, die eine vierte Biontech-Impfung erhielten, hatten ein um 30 % geringeres Infektionsrisiko als diejenigen, die mit drei Dosen geimpft wurden. Probanden mit einer vierten Modern-Impfung hatten laut “ntv” nur ein um 18 Prozent geringeres Infektionsrisiko.

Warten Sie auf einen angepassten Impfstoff?

Wenn insbesondere Personen unter 70 Jahren ohnehin keine Auffrischungsempfehlungen erhalten und sich das Virus mit seinen verschiedenen Varianten ständig weiterentwickelt, ist es dann sinnvoll, trotz steigender Zahl einen angepassten Omicron-Impfstoff zu erwarten? Sowohl Moderna als auch Biontech haben bereits erste Erfolge eines entsprechenden Omicron-Impfstoffs gemeldet. Aber: Lauterbach rechnet damit frühestens im September: Experten vermuten, dass BA.5 das Infektionsgeschehen in Deutschland ohnehin gemeistert haben wird. Und ob angepasste Impfstoffe auch gegen diese Omicron-Subtypen wirken, lässt sich noch nicht mit Sicherheit sagen.

Eines ist jedoch klar: Ältere und abwehrgeschwächte Personen sollten, wie die STIKO gerade empfohlen hat, eine weitere Auffrischungsimpfung bekommen und somit zur zweiten Auffrischungsimpfung greifen. Dies ist bei Hausärzten, Hausärzten, mobilen Impfgeräten, Impfzentren oder Apotheken möglich. (dpa/vdu)

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