Cyberangriff auf Greens-Computersystem: Hacker greifen Green Network an

Das „Grüne Netzwerk“, die interne Online-Plattform der Grünen, wurde aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

Aktualisiert am 16.06.2022 15:47

Eine Sprecherin der Grünen bestätigte via Internet einen Bericht des “Spiegel”, wonach Unbekannte Zugriff auf das Grüne Netzwerk gehabt hätten. Vorausgegangen war ein Angriff auf das Computersystem der Grünen, dem die Grünen am 30. Mai begegneten. Der Zugang zum grünen Netz ist seit dem 13. Juni aus Sicherheitsgründen eingeschränkt.

„Alles deutet darauf hin, dass beide Vorkommnisse von demselben Angreifer ausgingen. Wir haben umgehend alle erforderlichen Sicherheitsbehörden und den Landesdatenschutzbeauftragten informiert. Wir haben auch Anzeige erstattet.“

Die Konten der Mitglieder des „Grünen Netzwerks“ sollen davon nicht betroffen sein. „Wir werden Sie jedoch vorsichtshalber bitten, Ihr Passwort zu ändern und eine Zwei-Faktor-Authentifizierung einzurichten, wenn das Grüne Netzwerk wieder läuft“, heißt es in einem Schreiben des Bundesvorstands der Grünen an Mitglieder des Netzwerks. Grün. die bei heise online erhältlich ist. „Wir versuchen, das grüne Netz so schnell wie möglich wieder online zu bringen, aber wir sind akribisch, bevor wir schnell sind.“

Eine Parteisprecherin sagte dem „Spiegel“, dass „mehr Daten“ nicht abgezweigt worden seien. Die Angreifer zielten auf E-Mail-Konten ab, darunter auch die von „Politikern der Grünen“.

Hackerangriff auf die Grünen: Abgeordnete werden informiert

Am Donnerstag informierte die Bundesgeschäftsstelle der Grünen die Nutzer über die Cyberangriffe. Neben einem privaten Computersicherheitsunternehmen habe die Partei bei der Aufarbeitung und Aufklärung auch die Unterstützung von Experten des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), so die Grünen.

Das Grüne Netzwerk steht nur Parteimitgliedern offen. Es enthält “Werkzeuge der politischen Arbeit”, wie die Grünen es ausdrückten. Das Grüne Netzwerk informiert über Wahlkämpfe, Positionen und Kampagnen, Arbeitskreise, Bundes- und Landesverbände bieten Neuigkeiten und Arbeitsmaterialien, vor den Parteitagen werden die Anträge veröffentlicht und Änderungsanträge eingebracht. Es gibt auch eine Mitglieder-App für Smartphones.

(anw)

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