Danke für ein 9-Euro-Ticket: Punks und der marginalisierte Sturm auf der Luxusinsel Sylt

Das Pfingstwochenende auf Sylt zu verbringen, ist ein Privileg für den kleinen Geldbeutel. Sie gehören in der Regel zu denen auf der Luxusinsel. In diesem Jahr ist jedoch alles anders. Dank des 9-Euro-Tickets, mit dem die Bundesregierung trotz hoher Spritpreise das Reisen für alle ermöglichen will, wird Sylt in diesem Jahr von einer neuen Klientel bevölkert. Von Punks und Ausgestoßenen, für die die Fahrt in den Norden dank der günstigsten Tickets plötzlich erschwinglich wird.

Bis zum 31. August sollen Menschen in Deutschland die öffentlichen Verkehrsmittel für 9 Euro im Monat nutzen können. Dies wurde im Rahmen des Entlastungspakets der Bundesregierung beschlossen. Mit dem 9-Euro-Ticket können Regionalzüge aus ganz Deutschland genutzt werden.

Nicht bereit für das große Kommen

Auf Sylt machen diese Aussichten nicht jeden glücklich. „Wir rechnen im Aktionszeitraum mit einem Anstieg der Fahrgastzahlen. Sowohl in den Zügen auf der Strecke von Hamburg nach Sylt als auch in den Bussen auf der Insel“, erklärt Sylt-Marketing-Geschäftsführer Moritz Luft der Deutschen Presse-Agentur die Begründung Zweifel: Die Insel ist für das 9-Euro-Ticket und den zu erwartenden Ansturm nicht optimal gerüstet. In den Sommermonaten sind die Züge teilweise schon an der Kapazitätsgrenze.

Die Bedenken sind berechtigt. Die Linke hat mit dem Schlachtruf “Sylter Boardern!” um eine Reise auf die Insel gebeten, berichtet Bild. Dies ist nicht das erste Mal. Bereits im Frühjahr 1995 folgten die Meuterer dem Aufruf der Autonomer und reisten mit einem Wochenend-Zugticket für 15 Mark nach Sylt. Dort wollten sie Chaos anrichten.

Mehrere Meuterer festgenommen

Am Bahnhof Westerland wurden Dutzende Randalierer festgenommen. Die ersten Punks treffen am selben Ort ein. Dies garantiert ein ansonsten ruhiges und elegantes Wochenende auf der Insel. (pbe)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *