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Wenn im Frühling im Thurgau Äpfel und Kirschen blühen, ist es umwerfend. „Wir haben das große Privileg, hier leben und arbeiten zu dürfen“, sagt Thomas Studer. Er arbeitet als «Leiter Reifekeller» in der Käserei Studer in Hefenhofen, die seit 2013 zur Emmi Gruppe gehört, und stellt seit 1929 die weltweit bekanntesten Käsespezialitäten her, darunter seine besten verkaufe “Der Scharfe Maxx”. ein würziger halbharter Frischkäse. Das Erfolgsrezept ist so einfach wie wirkungsvoll: Leidenschaft, Know-how, Kreativität, gelebte Regionalität und Nachhaltigkeit.

16 Millionen Liter Milch – ausschließlich von heimischen Bauern im Umkreis von 30 bis 40 Kilometern – werden jährlich zu 1.600 Tonnen Käse verarbeitet. Auf die Frage, wer das alles isst, muss Studer schmunzeln: «Das frage ich mich manchmal auch.»

Fakt ist: Während der Pandemie hat die Nachfrage nach Käseprodukten stark zugenommen. Zum einen, weil die Menschen ihre Essgewohnheiten umgestellt haben und sie aufgrund der Homeoffice-Situation öfter in den heimischen Kühlschrank stellen. Andererseits, weil sie mittags mehr Zeit hatten und abends kleinere, kältere Speisen wie Brot und Käse zu sich nahmen.

Produktionsengpässe

Dadurch kam es in Hefenhofen zu Produktionsengpässen. „Wir arbeiteten an der Kapazitätsgrenze und konnten in der Rush Hour die Nachfrage kaum decken“, sagt Produktionsleiter Marcel Meier. Daher wurde beschlossen, die Anlage zu erweitern. Mit einer zusätzlichen Käsepresse und einem neuen Käsefertiger wurde die Kapazität nahezu verdoppelt. „Jetzt können wir flexibler arbeiten und gerade im Frühjahr – wenn erfahrungsgemäß mehr Milch produziert wird – mit der Menge umgehen“, sagt Meier.

Wie schon bei der Käseherstellung suchten die Turgauer auch bei der Erweiterung ihrer Produktionsanlagen lokale Unternehmen und entschieden sich beim Heizen und Kühlen für die Dienstleistungen der E3 HLK AG, einem Spezialisten für Netzbautechnik, BKW Building Solutions.

Netzwerk von Experten

Mit über 50 Unternehmen bietet die BKW Building Solutions ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Gebäudetechnik, Automation und Informatik aus einer Hand.

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Operation am offenen Herzen

Stefan Allemann, Leiter Heizung/Kälte der St. Gallen von der E3 HLK AG, spricht von einer grossen Herausforderung für sein Team: «Denn wir haben grösstenteils während der laufenden Produktion gearbeitet und sozusagen am offenen Herzen operiert.» Dies erforderte hohe Standards an Hygiene, Qualität und Raummanagement.

Insgesamt dauerte der Ausbau rund ein Jahr – von April 2021 bis März 2022. Nur zwei Wochen stand die Produktion komplett still – und dann musste alles stimmen und die Prozesse perfekt ineinandergreifen, um mit der nötigen Effizienz weiterfahren zu können. Genauigkeit, Schnelligkeit und Sauberkeit.

Herausfordernd. Dejan Zadravec, der Fit-Einsteller, sagt: „Ich habe ein oder zwei Nächte geschlafen. Wenn wir etwas machen, wollen wir es perfekt machen, und ohne Erfahrung ist das nicht immer einfach.“ Aber jetzt, nach Erledigung der Aufgabe, lächelt Zadravec entspannt und sagt: „Alles hat perfekt geklappt.“

Eine der Besonderheiten der Aufgabenstellung war, dass aufgrund der strengen Hygienestandards der Lebensmittelindustrie in der Heiz- und Kühlzentrale der Käserei ausschließlich pflegeleichter Chromstahl verwendet werden durfte. Dieses Material oxidiert auch bei häufiger Reinigung nicht. Die Verarbeitung erfordert jedoch ein hohes Maß an handwerklichem Geschick und spezifische Kenntnisse.

Fernab von fossilen Brennstoffen

Zentraler Punkt des Um- und Ausbaus war die (Rück-)Gewinnung von Energie. Studer Cheese setzt auf Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit. Ziel sei es, künftig fast vollständig auf fossile Brennstoffe verzichten zu können, sagt Thomas Studer. Die größte Herausforderung ist der stark schwankende Energiebedarf. „Zur Rush Hour brauchen wir viel Energie“, sagt Marcel Meier.

Auch der Zusammenhang zwischen Heizen und Kühlen ist in einer Käserei äußerst komplex. Die E3 HLK AG bietet hier die perfekte Lösung. Stefan Allemann: „Durch das Prinzip der Energierückgewinnung bleibt wenig Energie ungenutzt.“ Durch die Kühlung im Produktionsprozess entsteht Restwärme, die zur Erwärmung von Wasser genutzt werden kann. Das spart viel Energie.

Ab 2024 CO₂-neutral

Für die Wärmeproduktion in der Käserei sorgen eine Hackschnitzelheizung und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. „Dadurch können wir sehr klimafreundlich arbeiten.“ Aber der Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen. Um zukünftig komplett CO₂-neutral zu produzieren, wurde eine Anbindung an die Heiz- und Kühlzentrale installiert, sodass voraussichtlich ab 2024 eine Wärmepumpe in Betrieb genommen werden kann.

Ein Rundgang durch das Unternehmen zeigt die beeindruckenden Ergebnisse dieser Prozesse. In der riesigen Lagerhalle reifen rund 100.000 Käselaibe. Sie werden regelmässig gewartet und verlagert, und Thomas Studer führt regelmässige Qualitätskontrollen persönlich durch. Mit der nächsten Generation von „Der Scharfe Maxx“ ist er sehr zufrieden und das Prinzip der Nachhaltigkeit steigert den Genuss noch weiter. Die Betriebserweiterung verschafft den Milcherzeugern in der Region eine sichere Perspektive und stärkt den Agrarmarkt grundlegend. Mit anderen Worten, die Strategie der Käserei Studer ist, wie der Geschmack ihrer Produkte, sehr angenehm und wird mit fortschreitendem Reifegrad noch besser.

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Dieser Beitrag wurde von Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind journalistisch aufbereitet und entsprechen den Qualitätsansprüchen von Ringier.

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