Das Bremer Stahlwerk entsendet den Großteil der Kurzarbeiter

Exklusiv ab 25. Mai 2022. Autoren: Sebastian Manz

  • Viele Mitarbeiter werden im Juni in einen Kurzzeitjob versetzt
  • Grund sollen die Folgen des Krieges in der Ukraine sein
  • Die Nachfrage nach Gießereiprodukten ist zurückgegangen

Die Bremer Stahlindustrie schickte im Juni einen Großteil ihrer Beschäftigten in Teilzeit und schloss mehrere Produktionsbereiche vorübergehend. Buten a binnen erfuhr davon aus Mitarbeiterkreisen. Als Grund für die Maßnahme nennt die Unternehmensleitung die Folgen des Ukrainekrieges.

Betriebsrat irritiert über Vorstandsmitteilung

Außerdem hat der Betriebsrat buten a binnen informiert: Derzeit befinden sich Vorstand und Betriebsrat noch in Beratung und Abstimmung über die Arbeitszeitpläne im Juni. Da es derzeit keine Einigung gebe, sei man über die kurzfristige Ankündigung des Vorstands überrascht und irritiert, so der Betriebsrat.

„Leider treffen spezifische Effekte wie extrem hohe Energiepreise, globale Störungen der Handelsströme und Lieferkettenausfälle unsere Branche stark“, heißt es in einer internen Unternehmenserklärung. Da auch die Automobil- und Bauindustrie unter den Kriegsfolgen litten, sei die Nachfrage nach Produkten der Bremer Hütte zurückgegangen, erklärte die Werksleitung.

Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Werksleitung stehen an

Den Auftragsrückgang will das Unternehmen zunächst mit Kurzarbeit und Kurzarbeit ausgleichen. In den kommenden Wochen soll es weitere Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Werksleitung geben, wie die Situation in den kommenden Monaten geregelt werden kann.

Mit mehr als 3.000 Mitarbeitern ist Bremen Steel einer der größten privaten Arbeitgeber der Stadt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 25. Mai 2022, 19:30 Uhr

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