Wartezeiten werden verkürzt, Tarife erhöht
Frankreich baut Mautstationen ab
Um Wartezeiten zu verkürzen und unnötige Emissionen zu vermeiden, will Frankreich künftig auf Mautstationen an Autobahnen verzichten. Allerdings wird die Fahrt der Autofahrer auf französischen Straßen dadurch nicht billiger, im Gegenteil.
Veröffentlichung: 16.12 Uhr
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Aktualisiert: vor 9 Minuten
Wer auf den Autobahnen europäischer Urlaubsländer wie Frankreich, Italien oder Spanien unterwegs ist, wird sich sicher darüber ärgern: In regelmäßigen Abständen muss die Fahrt durch eine Zwangspause an Mautstellen unterbrochen werden, um zu bezahlen. Kosten für die Fortsetzung der Reise. Dies ist je nach Verkehrsaufkommen mit teilweise langen Wartezeiten angesichts von Bezahlschranken verbunden und belastet somit die Umwelt mit Emissionen. Außerdem wird je nach Anzahl der parallelen Fahrspuren viel Platz benötigt, der ansonsten beispielsweise landwirtschaftlich genutzt werden könnte.
Zumindest in Frankreich können sich Autofahrer in absehbarer Zeit von Mautstationen verabschieden: Laut einem Bericht der deutschen „Auto, Motor & Sport“ wollen unsere Nachbarn nach und nach auf die Stationen verzichten, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Werden wir also in Zukunft frei auf französischen Autobahnen sein? kein Mais! Künftig müssen Scanner von Brückenbauwerken die bereits von Vielfahrern genutzte Maut erfassen (kleine Scheibenlesegeräte, die beim Durchfahren von Mautstellen automatisch elektronisch erkannt werden). Das soll auch in Frankreich bei einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h möglich sein (hier geht es zur Anleitung: Autourlaub in Frankreich).
Erkennung auch durch Nummernschilder
Wer selten nach Frankreich reist und sich deshalb keine Télépéage kaufen möchte, sollte sein Kfz-Kennzeichen im Internet registrieren lassen können. Dies ermöglicht auch das Lastschriftverfahren, da Scanner auch Nummernschilder erfassen. Eine weitere Zahlungsmöglichkeit ist das Bezahlen der Maut auf der Autobahn nach der Fahrt: Dies soll innerhalb von 72 Stunden über die Website des Autobahnbetreibers Autoroutes oder in den Trafiken möglich sein. Je nach Fahrzeugtyp und Schadstoffklasse werden niedrigere oder höhere Steuern gezahlt.
Zunächst soll das System aber nur auf Strecken zum Einsatz kommen, auf denen kaum ausländische Touristen unterwegs sind. Begründung: Französische Autobahnbetreiber haben bisher nur Zugriff auf Daten von in Frankreich zugelassenen Fahrzeugen. Daher ist noch offen, wie ausländische Straftäter zur Kasse gebeten werden.
Benutzer zahlen für die Verlängerung
Das Potenzial des neuen Systems ist jedoch immens, wie der Betreiber ausrechnet: Allein auf der Autobahn A13/A14 von Paris in die Normandie sind jährlich bis zu 1,7 Millionen Stunden weniger Wartezeit an den Mautstellen zu erwarten! Dadurch könnten 9,5 Millionen Gallonen Kraftstoff eingespart werden; Allein dieser Weg würde 30.000 Tonnen CO₂-Emissionen vermeiden.
Doch bevor sie eingespart werden können, muss viel Geld für die Modernisierung des Abrechnungssystems aufgewendet werden. Und natürlich lassen die Autobahnbetreiber die Kunden bezahlen: Die teilweise schon hohen Mautgebühren (nur die Strecke von Straßburg nach Paris kostet rund 40 Franken pro Auto) werden mit der Systemerneuerung nochmals steigen. .
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