Deutschlands fünftgrößter Energieversorger steht zum Verkauf. Steag könnte seinen Eigentümern mehr als zwei Milliarden Euro einbringen.
Die kommunalen Eigentümer von Deutschlands fünftgrößtem Energieunternehmen Steag haben den Versorger zum Verkauf angeboten. Die kommunale Beteiligungsgesellschaft KSBG, in der sechs kommunale Unternehmen aus dem Ruhrgebiet ihre Anteile an Steag gebündelt haben, und Steag haben beschlossen, einen Verkaufsprozess einzuleiten, teilte ein Steag-Sprecher am Montag auf Anfrage mit.
Ziel ist es, Steag als Ganzes und nicht in Teilen zu verkaufen. Zuvor hatte das „Handelsblatt“ darüber berichtet. Die Stadtwerke Duisburg, Dortmund, Bochum, Essen, Oberhausen und Dinslaken haben ihre Steag-Anteile in der Beteiligungsgesellschaft KSBG gebündelt. Seit 2014 ist die KSBG alleinige Gesellschafterin des Unternehmens.
Dem „Handelsblatt“ zufolge soll in Kürze eine Investmentbank mandatiert werden. Potenzielle Bieter für den Essener Zulieferer stehen im Herbst an. Das Unternehmen könnte in einer Einigung mit mehr als zwei Milliarden Euro bewertet werden. Dem Bericht zufolge besteht jedoch wenig Interesse für den gesamten Konzern. Daher wird gleichzeitig die Möglichkeit eines Teilverkaufs geprüft.
5.700 Arbeiter
Sogenannte Endwertinvestoren könnten als potenzielle Käufer für das gesamte Unternehmen in Frage kommen. Sie könnten Steag billig übernehmen und darauf wetten, mit den Erlösen genug Profit zu machen, bis der Kohlebetrieb schließlich eingestellt wird, schrieb die Zeitung.