Das ewige Mariandl

9. Juni 2022

Waltraut Haas (2019) © APA/Neubauer

Sie ist und bleibt Mariandl im Herzen der Österreicher: Obwohl Waltraut Haas in ihrer langen Karriere rund 70 Filme drehte, war es diese Rolle in ihrem Debütfilm „Hofrat Geiger“, der 1947 mit Hans Moser Karriere machte. es muss untrennbar miteinander verbunden sein.

Heute wird Mariandl 95 Jahre alt, und der ORF feiert das Jubiläum genauso wie sie.

Der Charme der Schauspielerin, die am 9. Juni 1927 als Tochter einer Hoteliersfamilie in Wien geboren wurde, ist bis heute legendär. Der Weg zum Beruf war nicht einfach. Auf Wunsch ihrer Mutter besuchte Haas zunächst eine Hauswirtschaftsschule, bevor sie ihr Abitur am Wiener Konservatorium für darstellende Kunst machte, und nahm außerdem privaten Schauspielunterricht bei der Burgtheater-Schauspielerin Julia Janssen.

Angefangen hat er in Linz

Seine frühe Karriere führte ihn später ans Theater, an das Landestheater Linz in Wien, gefolgt vom Bürgertheater, dem Stadttheater und dem Raimund Theater, in Deutschland an den Titania-Palast in Berlin und das Deutsche Theater in München. Willi Forsts Entdeckung sollte dann den Wendepunkt markieren: Er wählte sie als Mariandl für seinen „Hofrat Geiger“, der Haas später verschiedene Rollen als süßes Wiener Mädchen einbrachte.

Hans Moser und Errol Flynn

Als Mentoren und Wegbegleiter sollten Größen wie Paul Hörbiger, Curd Jürgens, Johannes Heesters, Franz Antel, Heinz Rühmann und vor allem Hans Moser Mimin unterstützen. Neben ihren Rollen in „Mariandl“, „Mariandls Heimkehr“, „Hallo Dienstmann“, „Kleiner Schwindel am Wolfgangsee“, „Grüße und Küsse aus der Wachau“ oder „Keine Sorge, ihr Lieben, ich pass auf mich auf“ führte Regie von ihrem Mann Erwin Beam Haas nahm auch Alben wie “Im Weißen Rössl” und “Wiener Lieder” auf.

Dieses bewegte Leben beschreibt Waltraut Haas in ihren 2018 erschienenen Memoiren „Now I Say It“, in denen sie nicht nur von Erlebnissen mit Hollywoodstars wie Errol Flynn erzählt und vor allem ihrem Mann Erwin Strahl ein literarisches Denkmal setzt. , aber auch von Enttäuschungen bei allem Grundoptimismus und den kommunizierten Niederlagen. Als das Genre des liebenswürdigen Heimatfilms und mit ihm seine Papiere in Werken wie „00Sex am Wolfgangsee“ immer mehr in vordergründigen Sextränen endete, kehrte der Weg von Haas zurück ins Theater, wo er vor allem im Rampenlicht stand die Richtung ihres Mannes. , der 2011 starb.

Auch das deutsche Fernsehen entdeckte die preisgekrönte Schauspielerin für sich. Zuletzt war sie 2020 in „Happiness is a Bird“ von Catalina Molina als Patientin im Koma zu sehen.

Der ORF feiert das Jubiläum nun entsprechend. ORF III zeigt am 15. Juni „Ausser Rand und Band am Wolfgangsee“ (22.30 Uhr) und am Tag darauf das im Vorjahr entstandene Portrait „ORF Legends – Waltraut Haas“ (0.05 Uhr). Den ganzen Vormittag über stehen die Klassiker „Im singenden Rössl am Königssee“ (13.30 Uhr), „Im Weißen Rössl“ (15.00 Uhr), „Hochzeitsnacht im Paradies“ (16.45 Uhr) und „Saison in Salzburg“ (18.30 Uhr) auf dem Programm .

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