Das Filmmuseum bekommt ein neues LAB im Arsenal

1.06.2022 14:09 (01.06.2022 14:09)

Direktor des Filmmuseums Loebenstein sieht „Sensation“ im neuen LAB © APA / GEORG HOCHMUTH

Das Österreichische Filmmuseum expandiert. 2024 wird die Filminstitution mit dem Filmmuseum LAB einen neuen Standort im Wiener Arsenal eröffnen, der als breiter Anziehungspunkt dienen und einen Quantensprung für das in der Innenstadt gelegene Haus bedeuten soll. „Das ist ein echtes Gefühl“, freute sich Geschäftsführer Michael Loebenstein am Mittwoch, den lang ersehnten Wunsch nach einem „visionären Projekt“ in die Tat umsetzen zu können.

„Wie viel uns das bringen wird, ist noch nicht absehbar“, sagte Loebenstein und fügte hinzu, dass das neue Labor endlich international angebunden werden könne. Konkret soll das LAB Filmmuseum als musealer Aufbewahrungsort für die derzeit 500.000 Objekte der Sammlung in Heiligenstadt dienen. Andererseits dient die neue Einrichtung auch als digitales Labor und Werkstatt.

Die Sammlungen, die neben den Filmen selbst auch Nachlässe und Nachlässe oder Plakate umfassen, können nun besser zugänglich gemacht werden. „Es ist nicht nur ein Museumsdepot im Grünen“, betonte der Filmmuseumsleiter. Es ist ein Ort der Kommunikation, in dem künstlerische Residenzen ebenso Platz finden müssen wie Fortbildungen oder Schulveranstaltungen. Kinosäle sind vor Ort jedoch nicht geplant.

Am neuen Standort stehen der Filminstitution 1.500 Quadratmeter zur Verfügung, für die ein bestehendes Gebäude der Art for Art GmbH erweitert und adaptiert wird. Künftig wird es auch das neue Foto Arsenal Wien als Fotokunststandort beherbergen, mit dem es infrastrukturell kooperieren will.

5,5 Millionen Euro sind die von Art for Art getragenen Baukosten für das Filmmuseumsprojekt, das Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Verds) als „wichtiges Zukunftsprojekt einer der wichtigsten Kultureinrichtungen Österreichs“ gelobt hat. ” Ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Filmmuseums fallen jährliche Mehrkosten von 400.000 Euro an, die von Bund und Stadtrat zu je 200.000 Euro getragen werden. „Es ist ein Sprach- und Kommunikationslabor“, sagte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ), die den Charakter des neuen Kompetenzzentrums betonte: „Es soll ein dynamischer Ort sein, der als Ort des Austauschs zahlreicher Neuerer dient Kooperationen“.

Staatssekretärin Mayer betonte, dass der Standort des Filmarchiv Austria in Laxenburg von der Entscheidung nicht betroffen sei. Und Loebenstein betonte auch, dass man hier die gute Zusammenarbeit fortsetzen wolle, da man im Zuge des Umzugs immer überlegen werde, welche Teile der Sammlung besser mit dem Filmarchiv Laxenburg zusammenpassen könnten: „Da bin ich ganz beruhigt.“

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