von. – 01.06.2022 16:51 (akt. 01.06.2022 16:51)
Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ) mit dem Geschäftsführer des Filmmuseums Michael Loebenstein bei der Vorstellung des neuen „Filmmuseum LAB“ in Wien. © APA/GEORG HOCHMUTH
Das Österreichische Filmmuseum expandiert und eröffnet 2024 im Wiener Arsenal an der Wien-Landstraße mit dem Film Museum LAB einen neuen Standort.
Dieser soll als breiter Anziehungspunkt dienen und ein Quantensprung für das Haus in der Wiener Innenstadt sein. „Das ist ein echtes Gefühl“, freute sich Geschäftsführer Michael Loebenstein am Mittwoch, den lang ersehnten Wunsch nach einem „visionären Projekt“ in die Tat umsetzen zu können.
Das Filmmuseum Wien hat ein neues LAB im Arsenal
„Wie viel uns das bringen wird, ist noch nicht absehbar“, sagte Loebenstein und fügte hinzu, dass das neue Labor endlich international angebunden werden könne. Konkret soll das Filmmuseum Wien als musealer Aufbewahrungsort für die derzeit 500.000 Objekte der Sammlungen in Heiligenstadt dienen. Andererseits dient die neue Einrichtung auch als digitales Labor und Werkstatt.
Als Depot des Museums wird das LAB im Wiener Arsenal dienen
Die Sammlungen, die neben den Filmen selbst auch Nachlässe und Nachlässe oder Plakate umfassen, können nun besser zugänglich gemacht werden. „Es ist nicht nur ein Museumsdepot im Grünen“, betonte der Filmmuseumsleiter. Es ist ein Ort der Kommunikation, in dem künstlerische Residenzen ebenso Platz finden müssen wie Fortbildungen oder Schulveranstaltungen. Kinosäle sind vor Ort jedoch nicht geplant.
In der 1.500 Quadratmeter großen Spielstätte sind keine Kinos geplant
Am neuen Standort stehen der Filminstitution 1.500 Quadratmeter zur Verfügung, für die ein bestehendes Gebäude der Art for Art GmbH erweitert und adaptiert wird. Künftig wird es auch das neue Foto Arsenal Wien als Fotokunststandort beherbergen, mit dem es infrastrukturell kooperieren will.
Die Baukosten des Labors des Filmmuseums belaufen sich auf 5,5 Millionen Euro
5,5 Millionen Euro sind die von Art for Art getragenen Baukosten für das Filmmuseumsprojekt, das Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer (Verds) als „wichtiges Zukunftsprojekt einer der wichtigsten Kultureinrichtungen Österreichs“ gelobt hat. ” Ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme des Filmmuseums fallen jährliche Mehrkosten von 400.000 Euro an, die von Bund und Stadtrat zu je 200.000 Euro getragen werden. „Es ist ein Sprach- und Kommunikationslabor“, sagte Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler (SPÖ), die den Charakter des neuen Kompetenzzentrums betonte: „Es soll ein dynamischer Ort sein, der als Ort des Austauschs zahlreicher Neuerer dient Kooperationen“.
Der Standort Laxenburg des Filmarchiv Austria ist jedoch nicht betroffen
Staatssekretärin Mayer betonte, dass der Standort des Filmarchiv Austria in Laxenburg von der Entscheidung nicht betroffen sei. Und Loebenstein betonte auch, dass man hier die gute Zusammenarbeit fortsetzen wolle, da man im Zuge des Umzugs immer überlegen werde, welche Teile der Sammlung besser mit dem Filmarchiv Laxenburg zusammenpassen könnten: „Da bin ich ganz beruhigt.“