Einige Dipolkäfige am Westarm der UTR-2 bei Charkiw ((Serge Yerin / UTR))
Mehr als 2.000 davon sind in Sechserreihen in der Landschaft angeordnet. Von oben betrachtet sieht das Bauwerk wie ein T aus: zwei breite, gerade Streifen, die senkrecht zueinander stehen und sich über 900 bzw. 1.800 Meter erstrecken. UTR-2 gibt es seit 50 Jahren. Es wurde zu Sowjetzeiten gebaut.
Das Teleskop empfängt sehr niederfrequente Radiowellen zwischen 8 und 35 Megahertz. Experten der Ukrainischen Akademie der Wissenschaften messen damit unter anderem die Sonnenstrahlung, Jupiter, Saturn und Pulsare. Es ist auch möglich zu untersuchen, wie das Gas zwischen den Sternen die Radiowellen, die es passieren, leicht verändert.
Ein solches Instrument kann zu jeder Tages- und Nachtzeit und bei jedem Wetter Strahlung aus dem Kosmos empfangen. Zusammen mit vier anderen viel kleineren Teleskopen, die über das Land verteilt sind, kann es zu einem riesigen Instrument kombiniert werden, um noch mehr Details von entfernten Objekten einzufangen. Das Teleskop befindet sich 60 Kilometer südöstlich von Charkiw, direkt neben der Autobahn nach Izyum. Ob die UTR-2 nach dem Krieg wieder Strahlung aus dem Weltraum empfangen wird, ist völlig offen.