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Aktuell ist die Stimmung in der steirischen Wirtschaft klar gespalten. Das zeigt das aktuelle Konjunkturbarometer der IHK – mit historisch negativem Wert.
28.06.2022 13.01
Ab heute, 13:01 Uhr online
Befragt nach den Erwartungen für die allgemeine Entwicklung des Wirtschaftsklimas verzeichneten steirische Unternehmen einen ähnlichen Rekordtiefwert wie zu Beginn der Pandemie.
Ein entscheidender Punkt dürfte die Ungewissheit darüber sein, wie sich globale Krisen entwickeln werden. „Das hat natürlich in den letzten Jahren und Monaten angefangen: Von der Pandemie, der schlimmen Situation mit dem Krieg in der Ukraine und den daraus resultierenden weltwirtschaftlichen Problemen: Die Explosion der Energiepreise, Engpässe, so dass der größte Mangel nach wie vor das Thema Facharbeiter und Arbeitnehmer ist “, sagt Wirtschaftskammerpräsident Josef Herk.
Trotzdem überraschend positiv
Die aktuelle Lage ist jedoch überraschend positiv: Im ersten Halbjahr 2022 sind sowohl der Gesamtumsatz als auch die Auftragslage, das Preisniveau, die Investitionen und auch der Beschäftigungsbereich gestiegen – und das trotz der allgemeinen Verunsicherung um mehr als eine Drittel der Unternehmen sagen, auch in der Bereitschaft, in den kommenden Monaten Personal einzustellen.
Ähnlich sieht es bei den Investitionen aus, so IHK-Geschäftsführer Karl-Heinz Dernoscheg: „Ein Drittel der Unternehmen gibt an, insbesondere im Bereich der Nachhaltigkeitsinvestitionen in die Digitalisierung zu investieren. Wo wir die größte Zurückhaltung größerer Unternehmen feststellen, ist, dass man einfach nicht abschätzen kann, wie sich der Weltmarkt entwickelt, wie die Exportmärkte aussehen und vor allem, wie wir an die Rohstoffe kommen?“
Optimismus im Mittelstand
Kleinere und mittelständische Unternehmen sind diesbezüglich optimistischer: Die größten Herausforderungen sind erneut der Fachkräftemangel, hohe Energie- und Rohstoffpreise sowie das Supply-Chain-Problem.