Bis zur nächsten Landtagssitzung am 22. September sollen Maßnahmen zur Inflationsbekämpfung getroffen werden. Für Christian Samwald (SPÖ) kommt der September-Beschluss zu spät: „Bis zur September-Sitzung sind es noch zweieinhalb Monate. Wie wir den Leuten da draußen mitteilen können, denken wir noch darüber nach, aber vielleicht gibt es im September sowieso ein großes Paket. Hier können Maßnahmen zusammengestellt werden, auch die sinnvollen. Aber bitte, lass uns zusammensitzen, oder besser gesagt, wir hätten uns schon vor drei Monaten zusammensetzen sollen.“
Auch Edith Kollermann (NEOS) kritisierte diesen Fahrplan scharf. „Es ist an der Zeit, dass die Landesregierung ihre Hausaufgaben macht und endlich ein Krisenmanagementsystem installiert, das diesen Namen verdient, oder sie sollte abdanken und denen weichen, die wirklich für das Land arbeiten und nicht nur an der Macht bleiben wollen.“
Inflation ist für Georg Ecker (Grüne) das Ergebnis einer jahrzehntelang verfehlten Energiepolitik, die noch immer andauert. „Ja, wir müssen die Menschen unterstützen und ja, die Menschen brauchen Unterstützung gegen diese riesige Inflation und gegen diese riesigen Energiepreise. Aber das kann nicht passieren, indem man das Böse dahinter weiter fördert.“
Auch Jürgen Handler (FPÖ) forderte mehr Tempo bei der Entwicklung von Hilfsmaßnahmen. „Die ÖVP Niederösterreich sollte endlich eine Weile aufhören zu spielen. Es müssen sofort Maßnahmen ergriffen werden, um unsere Landsleute bemerkenswert zu beruhigen. Wir müssen auch jetzt handeln, nicht erst im Herbst.“
Die Volkspartei warte das Inkrafttreten der Bundesmaßnahmen ab, bevor sie sie im September vorstelle, sagte Bernhard Ebner (ÖVP). Er sieht keine Pause: „Politische Arbeit wird nicht nur in diesen Räumen hier geleistet, und zwar in einer Landtagssitzung im Monat, sondern politische Arbeit wird das ganze Jahr über geleistet: 365 Tage im Jahr, das ist unser Anspruch.“ Am Donnerstag werde über die erste Maßnahme entschieden, so Ebner, also das vorgestreckte Schulstartgeld.
SPÖ NÖ / Wegerbauer Nicht nur im Landtag, sondern auch vor dem Landtag forderte die SPÖ Maßnahmen gegen die Inflation
SPÖ-Protestaktion gegen Inflation vor dem Bauernhaus
Auch die SPÖ forderte vor dem Sturz vor dem Bauernhaus weiterhin Maßnahmen gegen die Inflation. Neben Landesparteipräsident und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Schnabl, Amelie Muthsam von der NÖ Sozialistischen Jugend, NÖ Rentnerverbandspräsident Hannes Bauer und Landtagsabgeordneter Rene Pfister (alle SPÖ). bei der Protestaktion „Stop Inflation“. „Miete, Lebensmittel und Benzin müssen jetzt bezahlt werden, nicht erst im Herbst“, sagte Schnabl.