Seit dem Wochenende klafft in der Atacama-Region im Norden Chiles ein großes Loch im Boden. Eine Straße wurde in ihrer gesamten Breite verschlungen.
Luftaufnahmen der National Geology and Mines Agency (SERNAGEOMIN) zeigen die gigantischen Ausmaße des plötzlich entstandenen Kraters. Mit seinen fast senkrechten Wänden und den harten Schatten der südamerikanischen Sonne scheint es, als wäre hier mitten im Nirgendwo ein Portal geschaffen worden. Auch bei direktem Blick von oben sieht man den Boden nicht.
Tatsächlich handelt es sich aber nicht um ein Schwarzes Loch im kosmischen Sinne, sondern um die sogenannte Morgenröte. Denn darunter liegt die Alcaparrosa-Mine, von der ein Teil inzwischen eingestürzt ist. Die nahe gelegene Gemeinde Tierra Amarilla ist jetzt in höchster Alarmbereitschaft, da sich das Loch mit einem Durchmesser von 25 Metern nur wenige hundert Meter von besiedelten Gebieten entfernt geöffnet hat.
„Wir gehen als Gemeinschaft bis zu den letzten Konsequenzen, um unsere Gemeinschaft zu schützen und diesen Missbräuchen und dem exzessiven Bergbau ein für alle Mal ein Ende zu setzen“, sagte Bürgermeister Cristóbal Zuñiga empört gegenüber „Diario AS“. Inzwischen hat SERNAGEOMIN alle Zugänge gesperrt und Ermittlungen eingeleitet.
Nav-Account rcp Time02.08.2022, 20:11| Veranstaltung: 02.08.2022, 20:11