27. Mai 2022
©APA/APA/AFP/POOL/STEVE HELBER
Im Verleumdungs-Prozess zwischen Hollywood-Star Johnny Depp (58) und seiner Ex-Frau Amber Heard (36) muss die Jury nun ein Urteil fällen. Richterin Penney Azcarate vom Fairfax County Court im US-Bundesstaat Virginia verwies den Fall am Freitagnachmittag (Ortszeit) an sieben Geschworene. Ein Urteil könnte jederzeit kommen. Allerdings tagt der Ausschuss nur an Wochentagen. Aufgrund eines Feiertagsmontags finden bis nächste Woche Dienstag keine Beratungen mehr statt.
Seit sechs Wochen läuft der Zivilprozess zwischen Depp („Fluch der Karibik“) und Heard („Aquaman“). In den Schlussplädoyers vom Freitag versuchten die Verteidiger beider Seiten erneut mit eindringlichen Appellen, die Geschworenen auf ihre Seite zu ziehen. Depps Verteidigung beschuldigte Heard, gelogen und falsche Anschuldigungen erhoben zu haben. Der Akteur ist in diesem Fall nicht der Täter, sondern das Opfer.
Der Verteidiger von Heard, Benjamin Rottenborn, antwortete, dass es „überwältigende Beweise für Missbrauch“ gebe. „Mr. Depp kann nicht beweisen, dass er Amber nicht mindestens einmal missbraucht hat.“
In seiner Zivilklage behauptet Depp, seine Ex-Frau habe in einem Meinungsbeitrag der Washington Post aus dem Jahr 2018 über häusliche Gewalt falsche Angaben gemacht. Depp fordert 50 Millionen Dollar (rund 46 Millionen Dollar) Schadensersatz wegen Verleumdung, Heard hat Gegenklage in Höhe von 100 Millionen Dollar eingereicht. Depp betonte während des Prozesses immer wieder, dass er nie körperliche Gewalt gegen Heard angewendet habe. Heard sagt etwas anderes.
Die beiden Schauspieler lernten sich 2009 bei den Dreharbeiten zum gemeinsamen Film „The Rum Diary“ kennen. Sie heirateten 2015, aber nach 15 Monaten Ehe reichte Heard die Scheidung ein.