Stand: 12.07.2022 17:11
ISIS ist immer noch in Syrien aktiv; Jetzt sagt das US-Militär, es habe seinen Anführer bei einem Drohnenangriff getötet. Zu seinen Aufgaben soll auch das Netzwerken im Ausland gehört haben.
Der Anführer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien ist nach US-Angaben bei einem Drohnenangriff getötet worden. Mahir al-Agal, der einer der fünf führenden IS-Anführer sein soll, sei in der Nähe der nordwestsyrischen Stadt Jindires von einem Motorrad angefahren worden, sagte Dave Eastburn, Sprecher des Regionalkommandos des IS der US-Armee in Washington.
Berichten zufolge wurde ein enger Mitarbeiter von al-Agal schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen der US-Armee sollen Zivilisten bei dem Angriff nicht verletzt worden sein. Eine syrische Hilfsorganisation meldete einen Angriff eines unbemannten Luftfahrzeugs auf ein Motorrad in der Gegend nördlich von Aleppo, bei dem zwei Menschen getötet wurden.
Die Aufgabe von al-Agal bestand laut Eastburn auch darin, IS-Netzwerke außerhalb Syriens und des Irak aufzubauen. Zu den Aufgaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte gehört es auch, Gelder aus dem Ausland zu sammeln.
Es ist immer noch in Syrien aktiv
Die IS-Terrormiliz hat zwischen 2014 und 2017 große Gebiete in Syrien und im benachbarten Irak erobert und viele Anschläge auf der ganzen Welt verübt. Aber auch nach seiner militärischen Niederlage ist er in Syrien aktiv und versucht, sich neu zu positionieren.
Im Jahr 2019 wurde sein damaliger Anführer Abu Bakr al-Baghdadi laut ausgebrochenen US-Berichten bei einer Operation der US-Spezialeinheiten ermordet. Sein Nachfolger, Abu Ibrahim al-Hashimi al-Kurashi, starb im Februar dieses Jahres bei einer amerikanischen Operation; es wird auch gesagt, dass er wegflog. Infolgedessen wurde Abu al-Hasan al-Hashimi al-Kurashi zum neuen Führer ernannt.
Das US-Militär bleibt mit etwa 900 Soldaten in Syrien aktiv.