Ab Dienstag soll es kühler werden
Aber dann ist das Schwitzen erstmal vorbei. Die Dienstagswerte liegen laut DWD-Prognose nur noch bei maximal 23 bis 28 Grad. Das liegt an der Kaltfront des Tiefs „Daniela“, die laut DWD-Meteorologe Marco Manitta Schauer und teilweise Gewitter mit sich bringt.
Besonders in Alpennähe und im Bayerischen Wald gibt es auch viele Wolken. Es wird variabel mit Schauern oder Stürmen sein. Ansonsten ist es meist trocken, zwischen Nürnberg und München scheint lange die Sonne.
Für den Rest der Woche rechnet der DWD mit warmem Sommerwetter ohne größere Hitzewellen. Was noch fehlt, ist flächendeckender Regen.
Obmann warnt vor gesundheitlichen Folgen: Hitzewarnsystem nötig
Die Bundesärztekammer hat erneut darauf hingewiesen, dass die Hitze eine große Belastung für die Gesundheit der Bevölkerung darstellt. Bundespräsident Klaus Reinhardt fordert deshalb ein bundesweites Hitzewarnsystem zur Vermeidung von Hitzetoten. „Ein nationaler Hitzeplan sollte auf wissenschaftlicher Basis temperaturabhängige Alarmstufen und zu ergreifende Maßnahmen vor allem für Risikogruppen vorschlagen und entsprechende Verantwortlichkeiten transparent machen“, sagte Reinhardt von der Agentur der Deutschen Presse.
Reinhardt, der bereits Anfang der Woche einen nationalen Hitzeschutzplan gefordert hatte, wird konkreter. Sein Vorschlag: ein bundesweites Lagezentrum, das Hitzeschutzmaßnahmen überwacht und auch die Menschen in Deutschland über Hitzestress informiert.
Die Bundesregierung sieht die Verantwortung bei den Kommunen
„Ziel des Hitzeschutzes sollte es sein, hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle zu verhindern und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren. Deutschland ist darauf schlecht vorbereitet“, so der Mediziner weiter.
Die Ärztekammer des Marburger Bundes hatte kürzlich einen Wärmeschutzplan gefordert. Präsidentin Susanne Johna pochte am Mittwoch auf nationale Vorgaben, aus denen Kommunen eigene Pläne entwickeln sollten. Das Bundesumweltministerium hatte darauf hingewiesen, dass Hitzeschutz und -vermeidung vor allem Aufgabe der Kommunen seien.