Davos GR plant grössere Umbauten am Bahnhof Dorf

Bis Freitag gehört Davos GR wieder den Davosern: Wenigstens wenige Wochen vor der Sommersaison bringt es weniger Kleider, aber mehr Wanderschuhe in die Alpenstadt.

Die Stadt selbst – immerhin die höchstgelegene Europas – zieht kaum Touristen an, es sei denn, es ist WEF. Es sind die Berge, die Pisten, die Wander- und Radwege, die malerischen Alpen, die viele Outdoor-Fans ins Landwassertal locken.

Die Stadt ist kein Juwel

Davos selbst: eine Streusiedlung, die sich entlang des Landwassers erstreckt, „bestehend aus Gründerzeitpalästen, einer Dachbox und fußballfeldgroßen Parkplätzen“, wie die deutsche Zeitung „Welt“ schreibt. Auch wenn das Flachlandauge das alles zu negativ sieht (und vielleicht nicht weiß, dass die im Zentrum von Davos noch vorgeschriebenen Flachdächer auch in schneereichen Zentren, Stichwort Dachlawinen, noch ihren Platz haben), geben selbst alle Davoser zu: Ein Schmuckstück ist es nicht ihre Heimatstadt. Und Hotels, die wie das „goldene Ei“ abgerissen wurden, schneiden nicht besser ab.

Der Bündner Architekturkritiker und «Hochparterre»-Redakteur Köbi Gantenbein (66) schreibt: «Der Ort kann erfolgreich und lebendig sein, seine Sozial- und Wirtschaftsgeschichte beeindruckend, aber das Image des Ortes ist falsch, miserabel und chaotisch.»

Der Bahnhof muss nun verlegt werden

Das will der neue Landammann Philipp Wilhelm (33) ändern. Und die beginnt am Bahnhof Davos Dorf. Diese muss man 400 Meter talaufwärts in Richtung Seehofseeli bewegen. Dies liegt daran, dass die RhB den Bahnhof ohnehin behindertengerecht umbauen muss, die Gemeinde bereits eine Tiefgarage und einen Begegnungsbereich beim Seehofseeli plant und die aktuelle Verkehrssituation im Bahnhof ein „Chrüsimüsi“ ist. , so die Zeitung. “Südostschweiz” schrieb vor Jahren. Ein weiteres Plus: Sie gelangen ohne Umsteigen zur Talstation Parsenn.

Außerdem soll rund um den Bahnhof und die Promenade (die dann nur noch für Fußgänger zugänglich sein soll) so etwas wie ein neues Zentrum entstehen, mit Busbahnhof, Park, Begegnungszone, Wohnungen, einer „Perle“, so das Projekt Partner. nennen.

Vermutlich wird es teurer als gedacht

Das „Generationenprojekt“ wird seit Jahren verfolgt: Wilhelms Vorgänger, Tarzisius Caviezel (67), hatte noch das Sagen. Und es wird noch Jahre dauern: Mit dem Bau wird kaum vor 2024 begonnen, wenn die Stimmberechtigten bis Ende 2023 ja sagen. Der Finanzierungsbedarf dürfte laut einer Januar-Veranstaltung größer sein als bisher angenommen.

Wie der Architekturkritiker Gantenbein schreibt: „Seit 150 Jahren zieht und zieht der rasante Kapitalumschlag Davos an. Dazu gehören spektakuläre Lücken und Pleitearchitektur und Müll, gute Renten für die glücklichen Goldgräber und manche Unzufriedenheit mit den Geschenken.“ Nun, zumindest bin ich nicht runtergegangen, ohne mich vorher zu erklären.

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