DAX-Perspektive: 14.600 Punkte in Sicht
Trotz des heutigen Pfingstfestes sind Anleger an der deutschen Börse noch einmal ermutigt worden. Die Aussicht auf eine Lockerung der Beschränkungen im Kampf gegen COVID-19 in Peking und sich verbessernde Wirtschaftsdaten in China stimmen die Börsenmakler zuversichtlicher. Gleichzeitig treten die jüngsten US-Zinssorgen leicht in den Hintergrund.
Starke US-Arbeitsmarktdaten belasteten die Preise
Solide Daten zu den Beschäftigungszahlen außerhalb der Landwirtschaft (NFP) belasteten am Freitag die Börsenstimmung. Diese waren mit 390.000 neuen Stellen besser als erwartet (325.000), aber immer noch deutlich unter dem Zuwachs des Vormonats (428.000).
Investoren bewerteten die Daten Ende letzter Woche, damit die US-Notenbank (Fed) ihren engen Zinserhöhungszyklus fortsetzen konnte. Die Währungsaufsichtsbehörde hatte kürzlich zwei weitere Zinserhöhungen um 50 Basispunkte angekündigt, einen XXL-Pass um 0,75 Prozentpunkte jedoch ausgeschlossen.
Peking verspricht eine Lockerung der Krone: Die Taschen atmen auf
Chinas Hauptstadt Peking will ab dieser Woche die letzten Beschränkungen der Krone lockern. Ab heute sollen die Menschen wieder arbeiten und Restaurants Gäste empfangen können, heißt es. Eine Woche später sollen die Schulen wieder öffnen. Das soll das Wirtschaftsleben ankurbeln.
Im Kampf gegen das Virus verfolgt China eine strikte „Null-Covid-Strategie“, die in den vergangenen Wochen auch durch die Sorge vor wirtschaftlichen Schäden für die westliche Welt befeuert wurde.
Die EZB-Sitzung und die US-Verbraucherpreise dürften dies überschatten
Die Umsätze in Frankfurt am Main dürften wegen Pfingsten überschaubar bleiben. Die Aktienmärkte beobachten die Zentralbanksitzung der EZB am Donnerstag dieser Woche und neue US-Verbraucherpreisdaten am Freitag.
Es wird erwartet, dass die EZB das Ende der Nettokäufe von Vermögenswerten bekannt gibt. Zudem könnte die Währungsaufsichtsbehörde die erste Zinserhöhung seit elf Jahren verkünden.
Anleger sollten sich auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise am letzten Handelstag der Woche freuen. Die Inflation wird bei 8,20 Prozent prognostiziert und damit eine leichte Verlangsamung der Inflationsdynamik gegenüber dem Vormonat (8,30 Prozent).
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