Deichkind, Seiler und Speer und Jinjer am dritten Tag bei New Rock 2022

von. – 12.06.2022 11:08 (akt. 12.06.2022 11:26)

Am dritten Tag von New Rock 2022 war viel Staub in meinen Lungen und viel Musik in meinen Ohren. ©APA/FLORIAN WIESER

Aufgrund des Regens wurde es nicht für möglich gehalten, aber am dritten Tag von New Rock kehrte der Staub zu den Pannonian Fields zurück. Sie spielten Offspring, Seiler und Speer und die ukrainische Band Jinjer.

Bei strahlendem Sonnenschein im New Rock versammelten sich die Fans von Anfang an vor der Bühne, feierten mit The Offspring, sangen mit Saiten und Speeren oder übten politischen Protest mit der ukrainischen Band Jinjer. Später gab es mit Deichkind einen Ausflug in den Dada-Pop. Also ein bunter Tag.

Deichkind, Seiler und Speer und Jinjer am dritten Tag in New Rock

Volbeat Danes zeigten, wie man harte Gitarren und die lockeren Hüftbewegungen des Rock’n’Roll verbindet: Sänger Michael Poulsen und seine drei Kollegen sind mittlerweile alte Bekannte im New Rock, wo sie regelmäßig die Hauptrolle einnehmen dürfen. “Es hat lange gedauert”, sagte Poulsen dem Publikum. “Du siehst alt aus und ich auch!” Doch Alter schützt bekanntlich nicht vor Wahnsinn, so waren dem üppigen Kopfzerbrechen keine Grenzen gesetzt, obwohl Volbeat keine Neuigkeiten bot, sondern nur einen Streifzug in die Rockgeschichte ‘n’ Roll unternahm.

Deichkind am Novarock 2022

Deichkind weiß, wie man eine ordentliche Bühnenshow macht

Natürlich muss es nicht nur einfach sein. Schließlich weiß Deichkind, dass mit einer ordentlichen Bühnenshow und viel Liebe zum Unkonventionellen fast alles möglich ist. Die deutsche Gruppe, die seit Jahren Pop, Elektro, Punk und Avantgarde unter dem Hut der Party hat, tat alles, um die letzte Energie in den nach einem langen Tag sichtlich erschöpften New Rockern herauszuholen. Zudem gab es eine Lösung für die aktuellen Probleme: „Die Welt ist noch nicht unter. Schmeiß einfach die großen, alten und reichen Säcke weg“, so die Formation. “Dann geht es wieder aufwärts.” Ergebnis? Ja, es hat immer noch was, wenn die Rhythmen klingen, die Texte eingängig sind und die bunten Tricks über die Bühne fliegen.

Seiler und Speer: „Irgendwie sind wir Inventar geworden“

Auch bei Seiler und Speer war viel Bewegung. „Irgendwie sind wir zum Inventar geworden“, schmunzelte das Duo vor dem Auftritt, und sie hatten recht. Es scheint, dass das Publikum von Nova von manchen Bands nicht genug bekommen kann, egal wie offensichtlich die Gebrauchsspuren auch sein mögen. Dass sie sich in den letzten Jahren zu einer „unglaublich guten Live-Band“ entwickelt haben, kann man Musikern nicht absprechen. Aber wenn die Songs selbst nicht angemacht haben, dann zumindest ihre Umsetzung und natürlich die dazugehörigen Bühneneffekte. Ein Feuer jagte das nächste.

Humor am 3. New Rock

Der Nachwuchs ist seit fast 40 Jahren bei Nova Rock

Fast 40 Jahre dort und immer noch junge Fans stürmen ihre Shows: Die amerikanische Punk-Institution The Offspring scheint immer noch gefragt zu sein. Nova Rock jedenfalls kam kaum an der Blue Stage vorbei, als Dexter Holland und Co ihre neuen und alten Songs von ihrer besten Seite präsentierten. „Wir haben ihn so sehr vermisst“, sagte Gitarrist Noodles vor dem Auftritt der APA. „Wir sind seit 1984 zusammen und in dieser Zeit gab es nicht so lange Zeit, in der wir nicht gespielt haben. Natürlich waren wir im Studio, haben geübt, uns auf jedes Detail konzentriert. Es war interessant, die Musik. Unter diesem Mikroskop, wenn wir normalerweise nur Bier trinken und auf die Bühne gehen“, lachte der 59-Jährige.

Sohn mit neuen und bekannten Nummern

Letzteres steht nun wieder im Fokus (für Musiker und Fans): Neue Nummern wie „Behind Your Walls“ passen in die Liste mit vielen alten Hits, sei es die lässige und humorvolle Attitüde von „Why Don’t You“. Einen Job bekommen?“ Oder die springende Energie des Klassikers „Self-Esteem“. Dass diese Zahlen 20 Jahre oder älter sind? Warte nur, bis wir unsere guten Nummern spielen“, scherzte der Sänger unter seiner Sonnenbrille hervor.

Volbeat am Nova Rock 2022

Die Stimmung am dritten Festivaltag im Nova Rock war sehr gut

Dass die Stimmung am 3. Festivaltag keineswegs unter den vorangegangenen Strapazen leidet, bewies Electric Callboy: Die deutsche Band, die Metalcore mit tänzerischen Elementen und viel Humor mischt, agierte auf den Pannonia Fields wie eine Abrissbirne. Die Herde brauchte keine Motivation, bis zum Äußersten zu gehen. Es gab Sprünge, Moshing, einen jungen Rollstuhl-Aficionado auf dem Kopf, während der Müllklatsch auf der Bühne mit einer äußerst präzisen musikalischen Darbietung begegnet wurde.

Ratajczak: „Wir sind immer noch geblendet“

„Wir sind immer noch aufgeregt“, sagte Sänger Kevin Ratajczak nach dem Auftritt begeistert. „Wir haben schon ein paar Mal im Nova Rock gespielt, aber heute ist es nicht mehr so!“ Und Kamerad Nico Sallach fügte hinzu: „Du hattest Leute, so weit du sehen kannst, es war verrückt! Da haben wir nur gedacht, verdammte Axt, waren wir wirklich da? Die Veröffentlichung ihres neuen Albums „Tekkno“ ist erst für Anfang September geplant. Es gibt also auch in Zukunft noch viele Möglichkeiten, mit Electric Callboy zu feiern.

Seil und Speer in New Rock 2022

Politische Töne der ukrainischen Metalband Jinjer

Die ukrainische Metal-Band Jinjer schlug am Nachmittag politische Töne an. „Wir sind hier, um auf die Probleme unseres Landes aufmerksam zu machen, auf alle Zerstörung“, sagte Sängerin Tatiana Shmailyuk während des harten und starken Auftritts. Er dankte “aller Solidarität, aller humanitären Hilfe, aller Unterstützung” gegen das “verfickte Putin-Regime”. Der Gruppe ging Wut aus der Seele. „Wir wollen nach Hause!“, fragte Shmailyuk singend, schreiend und brüllend. Im Hintergrund war ein Friedenszeichen mit den Farben der ukrainischen Flagge.

Starkes Signal in Bezug auf den Indie-Rock von Mando Diao

Mando Diao setzte ein starkes Lebenszeichen in Sachen Indierock. Die Schweden spielten ein emotionales Konzert, da war Platz für gesunde Gitarrenpower, ebenso wie ein melancholischer Country-Touch, altes Material (“Long Before Rock’n’Roll”) und neues Material (“Animal”). „Wir alle lieben die Beatles. Deshalb sind wir überhaupt zusammengekommen und haben die Band gegründet. Auch die Beatles ließen sich nicht auf einen Stil festlegen“, sagten Sänger Björn Dixgard und Bassist Carl-Johan Fogelklou der APA. Der treue Fan Carl Schuhmann, der „eigens aus Rüsselsheim am Main angereist“ war, um seine Lieblingsband zu sehen, sah es. so gab es bei „Dance With Somebody“ weder für ihn noch für die Menge vor der Red Stage Stopps.

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