Demenz: Fernsehkonsum nimmt zu, Computerzeit verringert das Risiko

Auswirkungen der Zeit vor dem Fernseher und dem Computer

Erwachsene verbringen oft einen Großteil ihrer Freizeit sitzend vor dem Computer oder Fernseher, was sich auf das Demenzrisiko auswirkt. Das Risiko steigt mit der Fernsehzeit, während die Zeit vor dem Computer die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, tendenziell verringert.

Eine aktuelle prospektive Kohortenstudie mit Experten der University of Southern California, Los Angeles, untersuchte, ob sitzendes Verhalten mit viel Sitzzeit, unabhängig von körperlicher Aktivität, mit Demenz assoziiert ist. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) nachzulesen.

Die Teilnehmer berichteten von Freizeitaktivitäten

Das Team untersuchte 146.651 britische Biobank-Teilnehmer, die mindestens 60 Jahre alt waren und nicht an Demenz litten.

Die Forscher teilten die selbstberichteten Freizeitaktivitäten in zwei Bereiche ein: Zeit vor dem Fernseher (passiv kognitiv) und Zeit am Computer (aktiv kognitiv).

Fernsehen erhöht das Demenzrisiko

Bei insgesamt 3.507 Teilnehmern wurde bei einer mittleren Nachuntersuchung nach 11,87 Jahren eine Demenz diagnostiziert.

Nach Anpassung an eine Vielzahl von Kovariaten, einschließlich der Zeit, die mit körperlicher Aktivität verbracht wurde, war die Zeit, die vor dem Fernseher verbracht wurde, mit einem erhöhten Demenzrisiko verbunden, stellte das Team fest.

Zeit vor dem Computer senkt das Demenzrisiko

Auf der anderen Seite wurde festgestellt, dass bei der Verwendung eines Computers die Zeit, die im Sitzen verbracht wird, mit einem verringerten Risiko verbunden ist, an Demenz zu erkranken, berichten die Forscher.

Diese Effekte blieben auch dann bestehen, wenn Faktoren wie körperliche Aktivität einbezogen wurden.

Chronische Krankheiten, die durch Fernsehen und Computer verursacht werden

Experten sagen, dass viel Sitzen vor dem Computer oder Fernseher generell mit einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen und Sterblichkeit verbunden ist. Für einen Zusammenhang zwischen Demenz und inaktivem Sitzverhalten ist es jedoch wichtiger, ob die Sitztätigkeit kognitiv passiv oder kognitiv aktiv ist.

Neue Ziele zur Bekämpfung von Demenz identifiziert

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verringerung der kognitiv passiven Sitzzeit (d. h. Fernsehzeit) und die Erhöhung der kognitiv aktiven Sitzzeit (d. h. Computerzeit) wirksame Ziele für Verhaltensänderungen sein könnten, sagten die Forscher, um das Demenzrisiko zu verringern. (wie)

Autor und Informationsquelle

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Dieser Text entspricht den Angaben der medizinischen Fachliteratur, medizinischen Leitlinien und aktuellen Studien und wurde von medizinischem Fachpersonal geprüft.

Quellen:

  • David A. Raichlen, Yann C. Klimentidis, M. Katherine Sayre, Pradyumna K. Bharadwaj, Mark HC Lai, et al. : Bewegungsmangel in der Freizeit ist unterschiedlich mit Demenz aller Ursachen assoziiert, unabhängig von der Teilnahme an körperlicher Aktivität; in: Proceedings of the National Academy of Sciences (veröffentlicht 22.08.2022), PNAS

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Informationen und sollte nicht zur Selbstdiagnose oder Behandlung verwendet werden. Sie kann einen Arztbesuch nicht ersetzen.

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