Demonstration für strengere Waffengesetze „Marsch für unser Leben“ in den USA

Stand: 11.06.2022 22:20 Uhr

Tausende Menschen haben in den USA für strengere Waffengesetze und gegen Gewalt demonstriert. Angesichts des jüngsten Massakers an einer Grundschule in Texas fordern sie den Washingtoner Kongress auf, die Waffengesetze zu verschärfen.

Zweieinhalb Wochen nach dem Massaker an einer Grundschule in Texas haben viele Menschen in den USA für strengere Waffengesetze demonstriert. Allein bei der zentralen Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington beteiligten sich Tausende am “March for Our Lives”. Demonstranten trugen Plakate in die Luft, auf denen stand: „Genug Gedanken und Gebete sind nicht genug“, „Schützt Kinder, nicht Waffen“ und „Genug ist genug“.

Am 24. Mai hat ein 18-jähriger Mann in einer Grundschule in der Kleinstadt Uvalde im US-Bundesstaat Texas 19 Kinder und zwei Lehrer mit einem Sturmgewehr erschossen. Die Initiative March for Our Lives wurde nach dem Massaker an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland, Florida, gegründet. Dort erschoss im Februar 2018 ein 19-jähriger Schütze 14 Teenager und drei Erwachsene und verletzte weitere Menschen.

Demonstrationen durch strengere Waffengesetze in den USA

Christian Stichler, ARD Washington, Daily News um 20 Uhr, 11. Juni 2022

Aufruf zum bundesweiten Schulstreik

Manuel Oliver, der seinen Sohn beim Massaker in Parkland verloren hat, sprach bei der Kundgebung in Washington. Oliver forderte die Schüler auf, dem Unterricht fernzubleiben, um den Druck auf die Politiker zu erhöhen, strengere Waffengesetze zu verabschieden. „Wir rufen zu einem landesweiten Streik amerikanischer Studenten auf allen Bildungsebenen auf“, sagte er. Oliver forderte US-Präsident Joe Biden auf, im Weißen Haus ein Büro zur Verhütung bewaffneter Gewalt einzurichten.

Biden sicherte Demonstranten am Rande eines Besuchs in Los Angeles seine Unterstützung zu. Vor den Kongresswahlen im November forderte der Demokrat, strengere Waffengesetze seien ein entscheidendes Kriterium für die Wähler. Biden forderte den Kongress erneut auf, strengere Vorschriften zu erlassen und Sturmgewehre zu verbieten. “Wir dürfen das amerikanische Volk nicht noch einmal im Stich lassen.” Strengere Waffengesetze werden seit langem von der republikanischen Opposition im Kongress vereitelt.

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