Der Altkanzler hat nun für alle eine herbe Herbstprognose

Ex-SPÖ-Kanzler Christian Kern sieht einen schwierigen Herbst vor sich. Der Ex-Politiker äußert sich mit klaren Lösungsvorschlägen.

Christian Kern hat 2018 der Politik den Rücken gekehrt. In der jüngeren Vergangenheit ist der Altbundeskanzler jedoch immer häufiger aufgetreten und hat sich zu aktuellen politischen Themen geäußert. Wenn es um die aktuelle Energiekrise geht, spricht Kern Klartext.

Sonderdividende und Gaseinkauf als Lösung

Die Strom- und Gaspreise steigen weiter, da die Bundesregierung immer noch darum kämpft, Lösungen zu finden. Kern will Türkis aber nicht pauschal kritisieren, denn „es ist eigentlich eine komplexe Herausforderung“, sagte der Altkanzler dem Kurier.

Doch wenn es um die Rekordgewinne der Energiekonzerne geht, bleibt Kern nicht bei der Kritik. Der Wert der Eigenerzeugung von Strom aus Wasserkraft wäre in diesem Jahr um zehn Milliarden Euro höher als vor einem Jahr. „Das ist kein Vorwurf an das Management, sondern an die Politik. Wenn die jetzt sagen, dass wir eine Sonderdividende von 400 Millionen Euro ausschütten, dann ist das, um es mal kurz zu sagen, ein bisschen knapp. 400 Millionen gegen 10 Milliarden. “, sagt Kern. .

Konkret fordert der ehemalige Regierungschef den Bund als Gasabnehmer auf, dann müsste das Gas günstiger zu Kraftwerken und Verbrauchern transportiert werden. Dies würde zwangsläufig den Strompreis senken. Die Idee der Regierung, die Stromrechnung zu deckeln, sei dagegen nur eine „minimale Übergangslösung“.

Notwendiger Ausbau des Photovoltaik- und Windparks

Um die Energiesicherheit in Österreich langfristig zu gewährleisten, muss auch diese neu gedacht werden. Als “absurd” bezeichnet Kern die Meinung mancher Landesräte, die behaupten, ihr Bundesland sei “energiereich”. Stattdessen müsse vereinbart werden, dass “drei Prozent der Fläche jedes Bundeslandes für Photovoltaik- und Windparks bestimmt sein sollen”.

Die dafür zuständige Umwelt- und Energieministerin Leonore Gewessler verteidigt die ehemalige SPÖ-Chefin und kritisiert auch ihre eigene Regierungszeit: „Er hat einen sehr schweren Job, er spricht zu Recht von Versäumnissen der Vergangenheit, ich nehme die SPÖ-Regierungen, auch meine , nein. aus.“

Tempolimits müssen kommen

Aber Kern verbreitet nicht nur gute Nachrichten und Visionen. Auch der Ex-Kanzler spricht Klartext und warnt vor einem herausfordernden Herbst: „Wir müssen in der Branche über Temperatur-, Geschwindigkeits- und Rationierungsgrenzen sprechen. Es hat keinen Sinn, das zu verschieben. Wir wissen, dass wir tanzen. sehr dünnes Eis.“

Kern sieht derzeit nicht die Möglichkeit, dass er als Politiker solche Maßnahmen noch einmal unterstützen wird. Seine Arbeit sieht er derzeit im „Engagement mit der Zivilgesellschaft“. Auch die GOP-Präsidentschaftsdebatte “würde keine Probleme im Land lösen”, sagt Kern.

Nav-Account TK Zeit07.08.2022, 10:45| Veranstaltung: 07.08.2022, 11:02

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