Eine Fotofalle hat Mitte Juli im Unterengadin einen Bären gefangen.
Broschüre Nino Gritti/ Jagd- und Fischereiamt Graubünden
Wölfe waren zuletzt in Graubünden in den Schlagzeilen. Nun wurden weitere große Fleischfresser gesichtet: Zwei Bären sind offenbar aus Italien eingewandert. Aber das sorgt nicht für Aufregung – es passiert “tatsächlich jedes Jahr”.
In Graubünden ist es immer wild – nicht zuletzt seit Wölfe immer mehr Schlagzeilen machen. Eine Kamerafalle im Unterengadin hat nun ein weiteres neues Tier dokumentiert: Bären aus Italien sind hier eingewandert.
Am 17. Juli fielen die Bären im Val S-charl bei Scuol und im Val d’Assa bei Ramosch innerhalb von 15 Stunden in zwei Fotofallen eines Jägers, wie “Südostchweiz” berichtet.
Wahrscheinlich zwei Rüden aus Südtirol
Arno Puorger, der oberste Fleischfresserbeauftragte des kantonalen Jagd- und Fischereiamtes, bestätigte, dass die Daten korrekt seien und die Bilder Knochen zeigten. Die Agentur vermutet, dass es sich bei den aufgenommenen Tieren um zwei männliche Bären handelt, die aus Südtirol eingewandert sind.
Allerdings sorgen die mobilen Grossraubtiere im Kanton nicht für grosse Aufregung: «Dass Bären aus Italien über die Grenze kommen, kommt wirklich jedes Jahr vor», sagt Adrian Arquint, Leiter des Jagdamtes von SRF.
Seit den Fotoaufnahmen Mitte Juli gab es laut SRF keine weiteren Hinweise auf die beiden Bären. Eine Wildkamera hatte zuvor am 11. Juni einen Bären eingefangen.