Stand: 23.06.2022 13:58
Die Karriere von Martin Hinteregger ist beendet. Nach Streitigkeiten um seinen Hinti Cup forderte der Österreicher die Aussetzung seines Vertrages.
Martin Hinteregger gab am Donnerstag sein Karriereende bekannt. Wie die Eintracht mitteilte, kontaktierte der Österreicher den Klub und bat um die Auflösung seines Vertrages. Der Club reagierte auf die Anfrage der Zentrale.
„Im vergangenen Herbst hatte ich die ersten Gedanken, nach der Saison aufzuhören. Ich war sportlich in einer komplizierten Phase: Meine Leistung war schwankend. Die Siege fühlten sich nicht mehr so gut für mich an, aber jede Niederlage hat mich doppelt so stark gemacht.“ er sagte. Hinteregger. Im Frühjahr fand er im Sport die Motivation, die Saison erfolgreich abzuschließen. „Ich habe mich über den Sieg in der Europa League so gefreut, weil ich wusste, dass es meine letzte große Siegesfeier mit den fantastischen Fans dieser Stadt sein würde.“
Wütend über den Hinti Cup
Zuletzt sorgte der ehemalige Fan-Liebling für einige negative Schlagzeilen. Er arbeitete mit Heinrich Sickl am Hinti Cup, einem Fußballturnier, das er in seiner österreichischen Heimatstadt Sirnitz organisierte. Der ehemalige FPÖ-Politiker gilt als Anhänger der rechtsextremen Identitären Bewegung. Nach einem Artikel eines österreichischen Journalisten über die Handelsbeziehungen und heftigen Protesten beendete Hinteregger die Zusammenarbeit.
„Mein ‚Hinti-Cup‘, den ich in den letzten Wochen mit Herz und Seele und mit gutem Gewissen gefeiert habe, hat eine Reihe von Themen aufgeworfen, deren Tragweite mir erst im Nachhinein klar wurde.“ Emotionale, vielleicht unbedachte Worte hat mich irritiert und dafür möchte ich mich entschuldigen”, sagte Hinteregger.
„Klar und glaubwürdig“ distanziert
„Martins Entscheidung hat uns überrascht, aber er hat uns seine Perspektive und seine Gründe eindrucksvoll und überzeugend dargelegt“, sagte Eintracht-Sportdirektor Markus Krösche. “Deshalb war es kein Zweifel, diesen sportlich schmerzhaften, aber menschlich verständlichen Wunsch zu erfüllen.”
Hinteregger habe sich „klar und glaubhaft“ von den Vorstellungen der Rechten distanziert, die Eintracht behalte ihn deshalb als verdienten Spieler in Erinnerung. „Wir hoffen, dass er nach seiner aktiven Karriere seinen Weg findet und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute“, sagte Krösche.
Hinteregger will “das Leben neu ausrichten”
Dann möchte Hinteregger „etwas Abstand gewinnen“, um „mein Leben neu auszurichten“. Der Kärntner hatte immer wieder betont, dass er nach seiner aktiven Karriere gerne als „Bergarzt“ in der Rettung arbeiten möchte. Während seines Aufenthaltes bei der Eintracht nahm er auch Helikopter-Flugunterricht.