Der Bericht über das Schulmassaker von Uvalde wirft der Polizei Versagen vor

Stand: 17.07.2022 22:41

Im Mai erschoss ein 18-Jähriger in Uvalde, Texas, 19 Kinder und zwei Lehrer. Ein Untersuchungsbericht wirft der Polizei Systemversagen vor. Der Angreifer feuerte mehr als eine Stunde lang, obwohl Hunderte von Einsatzkräften vor Ort waren.

Rund zwei Monate nach dem Massaker an einer Grundschule im US-Bundesstaat Texas mit 21 Toten wirft ein Untersuchungsbericht „systemische Fehler und eklatante Fehlentscheidungen“ dubiosen Vorgehens der Polizei vor. Fast 400 Beamte verschiedener Strafverfolgungsbehörden eilten zur Grundschule von Uvalde City, berichtete die Texas Tribune unter Berufung auf den Bericht.

Viele der Rettungsschwimmer waren besser ausgebildet und ausgerüstet als die Schulbezirkspolizei. Sie hätten helfen können, das sich ausbreitende Chaos zu bewältigen, zitierte der Bericht die Zeitung. Der Polizeieinsatzbericht vom 24. Mai wurde von einem Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses von Texas verfasst und am Sonntag an Verwandte verteilt, war aber auch verschiedenen US-Medien zugänglich.

19 Kinder und zwei Lehrer starben

Ein 18-jähriger Schütze tötete in dem kleinen Dorf 19 Kinder und zwei Lehrer. Der Angreifer schoss mit einem Sturmgewehr auf die Kinder und Lehrer. Die Polizei wurde wegen ihres zögerlichen Eingreifens heftig kritisiert. Im Nachhinein änderte er wiederholt seine Aussagen zum Hergang der Ereignisse. Schließlich stellte sich heraus, dass die Polizei den Angreifer erst etwa 75 Minuten nach seinem Eintreffen beherrschte.

„Sie haben die Rettung unschuldiger Opfer nicht über ihre eigene Sicherheit gestellt“, fuhr die Zeitung unter Berufung auf den 77-seitigen Bericht fort. Die begangenen Fehler sind nicht auf den Mangel an Einsatzkräften zurückzuführen, sondern auf den Mangel an effektiven Führungs- und Kommunikationsfähigkeiten.

Mehrere Polizisten beschrieben die Tatorte als chaotisch und wussten nicht, wer verantwortlich war. Niemand habe die Initiative ergriffen und das Kommando übernommen, sagte er.

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