Der Bundesrat entsendet den 13. Bachelor der Vorsorge an die AVS

CHF 2390.–: Das ist die aktuelle maximale Monatsrente der AVS. Die meisten Rentner erhalten jedoch deutlich weniger: Die durchschnittliche AHV-Rente lag 2020 bei 1862 Franken.

Laut Gewerkschaften zu wenig zum Leben. Um das Budget der Senioren zumindest ein wenig aufzubessern, beanspruchen sie eine 13. Rente von der AVS. Eine entsprechende Volksinitiative hat die Gewerkschaft im vergangenen Jahr vorgelegt.

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Doch der Bundesrat um Sozialminister Alain Berset (50) hat für die Klage keine Anhörung. Lehnen Sie die Initiative ab. In der heutigen Sitzung übermittelte er die entsprechende Botschaft an das Parlament. Die Forderung nach verbesserten AHV-Leistungen hält die Regierung für “nachvollziehbar”. Doch die Initiative würde die finanzielle Situation der AHV weiter verschlechtern.

Fünf Milliarden Franken pro Jahr

Der Bundesrat rechnet 2032 mit Mehrausgaben von rund fünf Milliarden Franken. Die Annahme des Referendums würde dies bedeuten. Das entspricht etwa 0,8 Prozent Gehalt oder 1,1 Mehrwertsteuerpunkten. Deshalb sieht der Bundesrat keinen finanziellen Spielraum für eine 13. zusätzliche AHV-Altersrente.

Auch Sozialministerin Berset ortet die Ungerechtigkeiten, die die Initiative mit sich bringen würde. Dieser Zuschlag ist nicht für alle Rentner gesellschaftspolitisch gerechtfertigt.

Mit seinem Nein zur 13. AHV-Rente hat der Bundesrat die Volksabstimmungskampagne für die AHV-Reform gestartet, die eine Anhebung des Rentenalters für Frauen auf 65 Jahre vorsieht. Die Vorlage kommt, wie vom Bundesrat beschlossen, am 25. September ins Volk. Die Gewerkschaften setzen sich mit aller Kraft gegen die Reform der AHV ein, die die Situation der Frauen verschlimmert.

Jungfreisinn griff den Gewerkschaftsbund an

Wenn es um Renten geht, sind die Emotionen hoch. Nicht nur links, sondern auch rechts. „Die Initiative des Gewerkschaftsbundes ist die Axt an der Wurzel der wichtigsten Sozialarbeit“, klagt der Präsident der Jungen Liberalen, Matthias Müller (29). Und besser: «Der Gewerkschaftsbund gibt sich als Bestatter der AHV zu erkennen.»

Notwendig ist keine Ausweitung der Leistungen der AHV, sondern eine nachhaltige Reform. Deshalb kämpft die Jugendpartei nicht nur für ein höheres Renteneintrittsalter für Frauen, sondern schlägt mit einer eigenen Renteninitiative auch eine allgemeine Anhebung des Renteneintrittsalters vor. Gekoppelt an die Lebenserwartung soll sie zunächst auf 66 für alle steigen und dann schrittweise ansteigen. Automatisch.

Auch Bundesrat Berset wird Mitte Juli seine Botschaft zur Initiative Junge Liberale präsentieren. Auch diese Initiative lehnt der Bundesrat ab.

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