Walter Natter soll die Versicherungsprämien für sich von den Konten des Wirtschaftsbundes überwiesen und Zahlungen mit falschen Wertpapieren verbucht haben.
Laut einem Bericht der Zeitung „Der Standard“ wurde der ehemalige Geschäftsführer des Vorarlberger Wirtschaftsbundes, Walter Natter, informiert. Natter soll zwischen 2014 und 2016 Versicherungsprämien für sich von Konten des Wirtschaftsbundes überwiesen und Zahlungen mit gefälschten Wertpapieren erfasst haben. Natter soll sich laut „Standard“ der Steuerhinterziehung schuldig bekannt haben.
Unter dem 2017 in den Ruhestand getretenen Natter wurden Konstruktionen für die inzwischen unterbrochene Wirtschaftsbund-Zeitung „Vorarlberger Wirtschaft“ geschaffen, die derzeit vielfach kritisiert und aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln, auch aus der Finanzwelt, durchleuchtet wird. 72.000 Euro soll Natter für die steuerfreie Erstattung von Versicherungsprämien bezahlt haben. Natter wurde mit den Worten zitiert, er habe den hinterzogenen Steuerbetrag zum Zeitpunkt der Abfassung seines Schreibens auf sein Steuerkonto eingezahlt.
Auto kostenlos zum Boardinghouse gebracht?
Ob Natter „umsonst ein Auto mit ins Boardinghouse genommen hat“, ist unklar, so die Zeitung. Am Ende seiner Amtszeit übergab ihm der Wirtschaftsbund ein Fahrzeug, für das Natter eine Forderung von 33.000 Euro erhalten haben soll. Was er nach seinem Ausscheiden aus dem Amt machen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Der Wert des Buches lag laut Prüfern bei rund 49.000 Euro.
Ende April ging bei der Staatsanwaltschaft Feldkirch eine Strafanzeige der Finanzbehörden wegen Steuerhinterziehung im Wirtschaftsbund-Fall ein. Einer der Angeklagten dürfte Natter sein, aber dafür gibt es keine Bestätigung.
>>> Meldung an “Standard”
(APA)